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![]() | Interview Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) mit Stiftung Preußisches Kulturerbe (SPK) zum 14. April 2006 |
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MAZ: Am 14. April jährt sich zum 15. Mal die Übergabe des Glockenspiels an Potsdam. Die TPG trug bis 2005 die Unterhaltungskosten. Ab 2007 ist die weitere Finanzierung noch nicht gesichert. Könnten Sie sich da ein Engagement der SPK vorstellen? SPK: OB Jakobs teilte uns mit, dass die Fördergesellschaft für den Wiederaufbau die Kosten übernimmt. MAZ: Warum halten Sie ein Versöhnungszentrum, wie es das kirchliche Nutzungskonzept vorsieht, für unvereinbar mit dem Gotteshaus? Versöhnung ist doch eine der Grundbotschaften des christlichen Glaubens. SPK: Vom Apostel Paulus wissen wir, was das heißt: Gott hat sich den Menschen durch Christi Leben, Sterben und Auferstehen versöhnt. Das ist die Versöhnungsbotschaft, das ist die Heilszusage, dass wir losgesprochen sind von unseren Sünden. Dadurch sind wir der Macht des Bösen entrissen. Das ist uns zeitlos versprochen, gilt allen Generationen immer wieder aufs Neue und bleibt somit der Zukunft zugewandt. Das gilt es, in den Kirchen zu verbreiten, denn es geht uns heute an. MAZ: Welche Form der Nutzung könnten Sie sich stattdessen für die Garnisonkirche vorstellen? SPK: In der Garnisonkirche ist Christus zu bekennen und seine Botschaft unter die Menschen zu bringen. Die TPG hatte vorgeschlagen, die Garnisonkirche ökumenisch zu nutzen und im Sinne der preußischen religiösen Toleranz allen Konfessionen zu öffnen. Als ich bei der NATO in Mons, Belgien, Dienst tat, hatten wir ein SHAPE Chapel Center, in dem Sonntags Juden, und Christen unterschiedlichster Bekenntnisse gleichzeitig Ihre Gottesdienste feierten und anschließend einträchtig beieinander waren. Das rührte alle sehr stark an. MAZ: Im Auflösungsbeschluss der TPG ist bestimmt, das gesammelte Geld der TPG in der Stiftung Preußisches Kulturerbe als Projektrücklage für die Garnisonkirche zu verwenden. Werden Sie auch wieder aktiv Spenden für das Projekt einwerben? SPK Die Projektrücklage von 5,5 Mio. € steht für den Wiederaufbau der Garnisonkirche zur Verfügung, wenn dieses Gotteshaus im Äußeren gänzlich originalgetreu rekonstruiert und im Inneren als Kirche genutzt wird, aus der Kirchenspalterisches herauszuhalten ist. Sollte diese Zielsetzung vorliegen, werden wir dafür werben und helfen. Wer uns jetzt schon dafür Geld überweist, trägt zur Erhöhung der Projektrücklage bei. Seit Einstellung der Sammlung wuchsen uns so immerhin rund 500.000 € zu. MAZ: Innenminister Schönbohm sagte kürzlich in einem Interview, Sie hätten sich von Gesprächen mit ihm und anderen zurückgezogen. Als Schirmherr bot er aber an, dass Ihnen seine Tür jederzeit offen stünde, falls Sie sich wieder einbringen wollten. Wird es neue Gespräche der SPK mit der Stadt Potsdam und dem Innenminister geben? SPK: Die TPG beendete im Juni 2003 die Gespräche mit der Ev. Kirche, weil ihre Sammlungsversprechen mit den „unabdingbaren“ Nutzungsforderungen der Ev. Kirche nicht zusammenzubringen waren. MAZ: In welcher Form werden Sie weiter Kontakt zu Potsdam halten? SPK Wer die Stiftung Preußisches Kulturerbe braucht, wird sich an sie wenden. Das taten beispielsweise
Für solche konkreten Projekte bitten wir jeweils um Spenden zur Erhaltung preußischer Kulturwerte.
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