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Die Rundbriefe der Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel
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Die Satzung der Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel
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Bitte helfen Sie uns, den Wiederaufbau zu verwirklichen
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Berichte aus der Presse Die wechselhafte Geschichte der Garnisonkirche in Potsdam Die Einweihung des Glockenspiels in Iserlohn Über den Turm der Garnisonkirche. Informationen über das Glockenspiel der Garnisonkirche DieTraditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel Melodien des Potsdamer Glockenspiels als MP3 Datei zum Downloaden

Rundbriefe
Stiftung Preussisches Kulturerbe
vorm. Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel
Gemälde der Garnisonkirche
Bonn im April 1995

 

Sehr verehrte Damen und Herren!

Zunächst muß ich Sie herzlich um Vergebung dafür bitten, daß Sie ein ganzes Jahr auf diesen Rundbrief warten mußten. Der Grund ist, daß wir seit Mai vergangenen Jahres mit der Verwaltung der Stadt Potsdam und mit den Fraktionen der Stadtverordnetenversammlung (SVV) im Gespräch waren um Klarheit über die städtebaulichen Absichten bei der Wiederherstellung der Altstadt Potsdams zu erhalten. Dabei machten wir im Bezug auf unser Tun für den Wiederaufbau der Garnisonkirche deutlich. - Wir handeln auf Bitte des Oberbürgermeisters der Stadt. - Wir leisten einen ehrenamtlichen Dienst für Potsdam und tun das, solange es gewünscht wird.


• Die SVV erkannte l990 unsere Arbeit mit Freude und Dank an und räumte dem Wiederaufbau der Garnisonkirche in wirtschaftlich gesicherter Zukunft einen Platz ein.
• Wenn man den Wiederaufbau Potsdams mit Hilfe von Spenden und Sponsoren wirklich voran bringen will, müssen die politischen Signale der Stadt ähnlich eindeutig geäußert und werbend vertreten werden, wie das in Dresden geschieht.

In seiner Grundsatzrede zur Entwicklung der Stadt Potsdam sprach sich Herr Oberbürgermeister Dr. Horst Gramlich am 07. Dezember 1994 dafür aus, sich zu den Geschichtsepochen der Stadt zu bekennen, die Leistungen in der Vergangenheit kritisch zu bewerten und das, was Bestand hat zu würdigen und zu, . nutzen. Er sagte weiter, daß der Grundriß der Stadt reiches geschichtliches Erbe enthält. Aufgabe der Stadtentwicklung sei es, dieses Erbe zu erhalten zu nutzen und entsprechend modernen Ansprüche , für die Stadt fortzuentwickeln.
Für den Aufbau des Stadtzentrums hegt ein Entwicklungskonzept „Plantage/Neuer Markt“ vor. Ein städtebaulicher Wettbewerb für die „Innenstadt“ mit - Schwerpunkt „Alter Markt“ ist in Vorbereitung......... dieses wertvolle innenstädtische Areal bedarf der sorgfältigen Beplanung. Ich denke, wir sind es uns und der Zukunft der Stadt schuldig, Potsdam in seinem Kern authentisch entstehen zu lassen...... Wenn sich in den Diskussionen Über die Entwürfe herausstellt, daß Identität am sichersten zu haben ist, wenn wir auf historische Dominanten zurückgreifen, dann sollten wir den Mut haben, Stadtschloß, Garnisonkirche und Heiliggeistkirche in die Erwägung ernsthaft einzubeziehen...“


Diese mutigen Worte verdienen Anerkennung.


Am 15. März schrieb mir der Beigeordnete für Stadtentwicklung, Herr Kaminski, in Vertretung des Oberbürgermeisters unter anderem: „Lassen Sie mich zum Ausdruck bringen. daß über Ihre Ziele und Absichten keine Unklarheiten bestehen und daß wir diese unterstützen und sehr schätzen. „ Im Bezug auf die vorgenannte Erklärung des Oberbürgermeisters schrieb er weiter: „Ich denke, daß diese politische Haltung und die eingeleiteten Planungen den Erwähnten Willensbildungsprozeß weiter befördern werden. Wir wünschen sehr, dass die Traditionsgemeinschaft ihre Bemühungen um den Wiederaufbau, insbesondere die Spendensammlung, fortsetzt. Über die Planungen des Stadtzentrums hinaus könnten wir uns als einen nächsten ganz praktischen Schritt eine genaue Vermessung des Geländes vorstellen (Turm. Red.). Da der Stadt dafür keine finanziellen Mittel zur Verfügung stehen, würde ich Sie bitten zu prüfen, ob Sie eine Möglichkeit zur Finanzierung sehen.“ Wir wollen gerne helfen und daher bitten wir Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren, das bei Ihrer nächsten Spende, zu berücksichtigen. Die Dinge kommen nun endlich in Gang; Ihre bisherige anhaltende Gebefreude war uns immer Ermutigung weiterzumachen, auch wenn manchmal Unüberwindliches vor uns zu stehen schien. Aber wir wollen nicht ruhen, bis „Üb’ immer Treu’ und Redlichkeit“ sowie „Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren“ wieder in alter Weise vom Turm der Kirche über das Havelland schallen. Diese christliche und zugleich patriotische Tat ist nötig-, Sie helfen dabei. Ich danke Ihnen von Herzen dafür.


Aktuelle Nachrichten


1. Heiliggeistkirche
Der Aufbau ist beschlossene Sache. Dafür gibt es ein Nutzungskonzept als Altenheim.


2. Stadtschloß Der Aufbau könnte 1997 beginnen. Es gibt einen Investor (Dr. Schöne, Berlin), der der Stadt ein fertiges Konzept zur künftigen Nutzung vorstellte. Die private Finanzierung ist gesichert. Die Chancen für eine Baugenehmigung werden als gut eingeschätzt.
Das Stadtschloß soll in äußerer Gestalt originalgetreu ein zweites Mal erbaut werden. Die Innenraumnutzung wird mit der Stadt Potsdam abgestimmt.

3. Stadtverordnetenversammlung -
Die (SVV) wird Anfang Mai 1995 über folgende Beschlußvorlage entscheiden, die vom Abgeordneten Scholl (SPD) eingebracht wird:


„Willenserklärung“
„Die SVV tritt dafür ein, das historische Stadtbild der Potsdamer ,Altstadt - Mitte. wieder erstehen zu lassen. Als unverzichtbar halten wir die Wiederherstellung - des Stadtkanals oder wenigstens. Teile davon;
das Stadtschloß in seiner äußeren Gestalt;
• die Heiliggeistkirche und die Hof- und Garnisonkirche.

Für diese Vorhaben. die nicht ..aus Potsdam eigener Kraft zu verwirklichen sind, wirbt die Stadt in aller Welt um Sponsoren.

Der Oberbürgermeister und die Stadtverwaltung werden aufgefordert diese Projekte in angemessener Weise zu unterstützen und zu fördern. „ Hoffen wir auf den Erfolg der mutigen Initiative von Herrn Werner Scholl und wünschen wir den Potsdamer Stadtverordneten und der Stadtregierung für ihr Tun weiterhin eine glückliche Hand und Gottes gütige Führung. Wir wollen dabei dienend helfen.

4. Nutzung, Garnisonkirche
Wir machten gegenüber den Repräsentanten aus Politik und Stadtverwaltung deutlich, daß mit unserer Arbeit nur ein Gotteshaus in frage kommt. Dazu suchen wir das Gespräch mit der ev. luth. Kirche.
Denkbar wäre, falls die ev. Kirche die Unterhaltungskosten nicht tragen kann die Garnisonkirche von einer Stiftung unterhalten zu lassen die dafür arbeitet, in Seminarschulungen Verantwortungsträger aus Staat und Gesellschaft mit Themen vertraut zu machen, die unser „Handeln aus Verantwortung vor Gott und/oder den Menschen“ zum Inhalt haben. Dies sollte dann in enger Anlehnung an die Universität Potsdam geschehen.
Die Außen- und Sicherheitspolitik wird in diesem Zusammenhang von großer Bedeutung sein.. Dazu schlugen wir Potsdam vor, an der dortigen Universität einen Lehrstuhl „Europäische Friedensordnung“ einzurichten.
Ich bitte Sie, meine sehr verehrten Damen und Herren, den Stiftungsgedanken zu fördern, wenn Sie dafür irgendwie wirken können. Für entsprechende Empfehlungen oder Hinweise, wer uns dabei unterstützen könnte (Stiftungsgeber), wäre ich Ihnen sehr verbunden. Sie würden damit zu einem positiven Gang der Meinungsbildung in der Stadt wesentlich beitragen.

5. Bauvoranfrage
Ich informierte Sie bereits, daß wir von der Fa. ALLDATA schriftlich ermächtigt wurden, zur Bauvoranfrage bezüglich des Grundstückes verantwortlich zu handeln (Wert ca 2,5 Mio. DM). Die Fa. ALLDATA will baldmöglichst das gesamte Rechenzentrum abreißen lassen und in der Architektur des Militärwaisenhauses parallel zum alten Stadtkanal ein Verwaltungsgebäude errichten so dass mit der Garnisonkirche gemeinsam ein Ensemble entsteht. Großartig!

6. Architekturkosten
Ein namhaftes Architekturbüro (Hamburg) übernimmt die Architektur kostenfrei.
Die statischen Berechnungen erhalten wir ebenfalls gespendet.

7. Baustoffe
Berliner Baustoffirmen wollen uns Baustoffe zum halben Preis liefern.

8. Finanzierung / Spenden
Von der Stadt wird gefordert die nötigen Finanzmittel nachzuweisen. Das deckt sich nut unseren Vorstellungen. Wir werden nur beginnen, was wir auch beenden können.

Seit 1984 sammelten wir über 2,7 Mio DM Ich kann mich immer wieder nur dankbar vor Ihnen für Ihre Gaben verneigen.

Ich wiederhole die eingangs zitierte, in Vertretung des Oberbürgermeisters Dr. Horst Gramlich geäußerte Bitte an Sie, uns auch weiterhin nach besten Kräften mit Ihrer Spende voran zu helfen.
Bei 20 Mio DM fangen wir mit dem Turm an, der nun schon vermessen wird (s. o.).

Bitte denken Sie daran, daß außer Ihrer Gabe auch die Empfehlung sehr weiterhüft. „Diesen Turm hat Friedrich Wilhelm zur Ehre Gottes errichtet“ stand einmal über dem Kircheneingang, und das wird auch wieder darauf stehen, denn darum geht es im Neuanfang und unser deutsches Vaterland!

9. Veranstaltungen Am 3. September 1995 nehmen wir wieder am Gemeindegottesdienst in der Nikolai Kirche, Potsdam teil.

Anschießend, um 11.30 Uhr, veranstalten wir das2. Prof. Otto Becker-Gedächtnis- Konzert. Ort: Unter dem Glockenspiel. Wir fanden damit 1994 viel Zustimmung und sind auch - dieses Mal wieder gewiß, ähnlichen Anklang zu finden. Bitte kommen Sie; Potsdam ist immer eine Reise wert.

10. Persönlicher Spendendank
Durch die Neuregelung der Geschäftsführung erhalten Sie seit Ihrer letzten Spende einen persönlichen Dank, zu dem ich bisher nie kam, weil ich die ehrenamtliche Arbeit kaum bewältigen konnte.Allen Gebern sage ich auch auf diesem Wege nochmals von ganzem Herzen Dank. Was hätten wir ohne Sie erreicht?

11. Kleines Geläut
Beim FschJgBtl 271 war ein 9-stimmiges Glockenspiel zur täglichen Erinnerung an preußische Tugenden verblieben. Das Bataillon und der Standort Iserlohn sind aufgelöst. Der Iserlohner Bürgerschützenverein, eine preußische Gründung, setzt die 1984 begonnene Tradition fort.
Das kleine Glockenspiel wird künftig seinen Ruf von der Alexanderhöhe über die ganze Stadt erklingen lassen .
12. Garnisonkirche - Postkarten
Als „kleinsten Baustein“ verkaufen wir 12 verschiedene Motive des Gotteshauses als Postkarten (DM 1,--/Stck + Porto). Bestellung bitte an: Herrn Peter Schikore Behlertstr 1, 14467 Potsdam, Tel.: 0331 - 280.28.00.


13.Schallpllatten / Kassetten CDs

„Preußische Stunde“ und „Üb’ immer Treu und Redlichkeit“ erhalten Sie bei unserer Geschäftsstelle. Preise incl. Porto und Verpackung: LP 15,-- DM; MC 20,-- DM; CD (nur „Üb’ immer Treu. 25,-- DM. 14. Buchempfehlung
Reinhold Wulle, „Geschichte einer Staatsidee“, Neuauflage. 25,-- DM.
1.000 Jahre deutsche Geschichte auf 172 Seiten von einem preußisch-deutschen Patrioten und KZ- Überlebenden mit Faszination geschrieben - nec soli cedit.
Zu beziehen über Herrn Helmut Borowski, Angerrnunder Weg 28, in 40880 Ratingen.


Ich wurde verschiedentlich aufgefordert „das Kirchliche nicht so zu betonen“ (!). Also, meine sehr verehrten Damen und Herren, ich stand von 1984 an immer dafür ein, daß wir mit unserem Tun eine christliche - Tradition deswegen pflegen, weil wir glauben, damit der künftigen Entwicklung unseres Gemeinwesens einen Dienst erweisen zu können (mit Traditionspflege meinen wir Weitergabe dessen, was sich in der Vergangenheit bewährt, heute noch gültig ist und von dem wir glauben, daß es auch künftig noch helfen wird, die Herausforderungen zu bewältigen).
Es begann als Traditionspflege in der Bundeswehr, richtete sich aber an alle Bürger.
Und so übergab ich in Ihrem Namen das Glockenspiel am 14. April 1991 der Stadt Potsdam.
Wohin sollen sich Freiheit und Demokratie denn entwickeln, wenn wir Menschen unsere Grenzen, die Gott uns setzt nicht erkennen und annehmen? Richtet sich Christi Befehl nicht an uns alle? Wenn ja, dann nehmen wir doch bitte zur Kenntniss, „Deutschland ist Missionsgebiet“ (Admiral a.D. Dieter Wellershoff, ehem. Generalinspekteur der Bundeswehr; und damit meinte er unser ganzes Vaterland - siehe Kirchenaustritte).
Kirchen bauen, heißt hoffen auf ein Wachsen der Gemeinde und dafür arbeiten.
„So ich nun baue Stadt und Land und mache nicht Christen, ist alles nichts nütze“, wählte Friedrich Wilhelm I nicht umsonst als Regierungs Motto.
Etwas anderes habe ich also nicht zu sagen.
Uns bereitet daher weiterhin
Gib daß ich tu’ mit Fleiß, was mir zu tun gebühret; wozu mich Dein Befehl in meinem Stande führet.
Gib daß ich’s tue bald, zu’ der Zeit da ich’s soll und wenn ich’s tu’, so gib, daß es gerate wohl!
Ich hoffe Sie alle bei guter Gesundheit und würde mich über ein Wiedersehen in Potsdam am ersten Sonntag im September dieses Jahres freuen.


Gott befohlen für heute; ich grüße Sie in preußischer Verbundenheit und bleibe stets Ihr ergebener
Max Klaar
Oberstleutnant a.D. / d.R

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