Meine sehr verehrten Damen und Herren!
Die Sammlung für den Wiederaufbau des Turmes der Garnisonkirche
steht bei Über 4,2 Mio DM. Sie machten uns damit auf
unserem nun über 15 Jahre währenden Weg wieder
viel Mut, und ich danke Ihnen sehr, sehr herzlich für
Ihre tätige Mithilfe. Wir werden es schaffen.
• Potsdam-Information
-1. Oberbürgermeister Matthias Platzeck schrieb an
die Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel am 29.1
1. 1999 wie folgt:
„Sehr geehrte Damen und Herren,
ich danke Ihnen ganz persönlich für Ihr Engagement
im Ehrenamt. Ohne Ihre täglichen Bemühungen würde
der Stadt ein erhebliches
Maß an Lebendigkeit fehlen.Ohne Ihre Aktivität
wären die Fortschritte zur Wiederannäherung an
das historische Stadtbild noch lange nicht so weit, wie
wir es heute verzeichnen können.
Die Landeshauptstadt Potsdam hat an der Schwelle zum neuen
Jahrtausend eine ideale Ausgangsposition. Potsdam profitiert
von der räumlichen Nähe zu Berlin, gewinnt als
Kongressstadt rasant an Bedeutung und hat mit der Bundesgartenschau
2001 ein Ereignis mit größtem Werbeeffekt zu
verantworten.
Potsdam lebt in der internationalen Wahrnehmung zum großen
Teil vom Schloß Sanssouci, den Schloß- und Gartenanlagen.
In den letzten Jahren kommt international zunehmend der
Ruf Potsdams als Wissenschafts- und Forschungsstandort,
als Standort universitärer Einrichtungen zur Geltung.
Die Medienstadt Babelsberg hat eine Entwicklung genommen,
die Potsdam als Medien- und Kommunikationszentrum von internationalem
Rang auch weltweit interessant macht.
Die Wahrnehmung der Stadt Potsdam durch die Besucher wird
durch die vielfältigsten Eindrücke geprägt,
und es ist unser aller Aufgabe, diese Eindrücke so
positiv wie möglich zu gestalten. Eine herausragende
Rolle spielen hierbei die Einwohner Potsdams (und) die Freunde
und Förderer der Landeshauptstadt. Zahlreiche Initiativen
im Bereich der Denkmalpflege, der Kultur, im Bereich des
Sozialen, im Bereich von Wissenschaft und Forschung unterstützen
bereits seit vielen Jahren mit großem ehrenamtlichen
Engagement die Entwicklung unserer Stadt.
Der Beitrag zur Stadtentwicklung, zur Gestaltung des Stadtbildes,
der durch diese Initiativen erarbeitet und zur Verfügung
gestellt wird, ist geradezu von unschätzbarem Wert,
und oftmals wird erst durch diese Arbeit der Blick auf Schönes
und Wichtiges in dieser Stadt gelenkt. Rekonstruktion historischer
Gebäude, Unterstützung sozial Hilfsbedürftiger,
Initiativen im Bildungs-, Wissenschafts und Forschungsbereich
wären ohne ehrenamtliches
Engagement und zahlreiche dadurch zur Verfügung gestellte
Spenden nicht denkbar.Ich möchte auf diesem Wege allen,
die sich für die Entwicklung der Stadt Potsdam engagieren,
herzlich danken und gleichzeitig alle, Einwohner, Besucher
und Freunde Potsdams aufrufen, sich weiterhin aktiv an der
Unterstützung der Entwicklung unserer Landeshauptstadt
zu beteiligen.
Die Möglichkeiten der öffentlichen Hand sind durch
die finanziellen Zwänge stark eingeschränkt. Eine
Stadt lebt von den Aktivitäten der Bürgerinnen
und Bürger, und diese sollten größtmögliche
Unterstützung erfahren.
Ich danke Ihnen und bin überzeugt, dass Sie in Ihren
Aktivitäten nicht nachlassen.
Mit freundlichen GrüßenMatthias Platzeck“
Na, wenn das keine Freude ist, die ich hiermit gerne an
Sie weiter gebe. Wir wollen nach Kräften auch künftig
beitragen.
2. Innenminister Jörg Schönbohrn
(Brandenburg / CDU) steht unserem Vorhaben positiv gegenüber,
er hielt das Thema wegen seiner parteiübergreifenden
Bedeutung aus dem Wahlkampf heraus. Die Potsdamer CDU hat
die Errichtung des Turmes sogar zu einem Programmpunkt gemacht.Auch
Bundespräsident a.D. von Weizsäcker hat mehrfach
einen erheblichen Beitrag geleistet, was uns Rückenwind
gab.
3. Wir sind im Gespräch mit der evangelischen Kirche
weitergekommen und hatten auf Einladung von Herrn Superintendent
Günter Schalinski Gelegenheit, auf der Kreissynode
(29./30.10.1999) in Potsdam unsere Überlegungen zum
Wiederaufbau des Turmes der Garnisonkirche darzustellen.
Herr Flämig und ich nahmen daran teil.
Als Feststellungen trugen wir u.a. vor:
„a. Die Willenserklärung der Stadtverordnetenversammlung
vom Oktober 1990 ist Grundlage aller Potsdamer Planungen
zur Gestaltung der historischen Potsdamer Mitte. b. Der
Beigeordnete für Stadtplanung, Bauen und Wohnen, Herr
Stoian, sagte uns, der langfristig orientierende Gestaltplan
der Innenstadt zeigt im Bereich des Rechenzentrums und der
Breiten Straße die Grundrisse von Turm und Gebäude
mit den Maßen der ehemaligen Garnisonkirche, ihr Standort
liegt im Geltungsbereich der Sanierungssatzung der „Potsdamer
Mitte“, die in diesem Jahr beschlossen wurde. c. OB
Matthias Platzeck befürwortet u.a. den Wiederaufbau
des Turmes der Garnisonkirche in historischer Proportion
und Kubatur (vergl. Rundbrief. 1/99).
d. Die Freilegung eines Abschnittes des Stadtkanales und
der Wiederaufbau des Fortunaportales des ehemaligen Stadtschlosses
aus Spendenmitteln sind beschlossen. Die „Traditionsgemeinschaft
Potsdamer Glockenspiel TPG“ stellt für das Fundament
des Fortunaportales 10.000 DM zur Verfügung.
e. Die TPG sammelt seit 1990 auf Bitten des damaligen Oberbürgermeisters,
Dr. Horst Gramlich, Spenden vorrangig für die Wiedererrichtung
des Turmes der Garnisonkirche (Anmerkung: In seinem Brief
vom 29.11.1999 erneuerte OB Matthias Platzeck diese Bitte
an die TPG). Die TPG betrachtet sich als Kirchbauverein
mit der Perspektive einer gemeinnützigen Stiftung für
Potsdam (Satzung „§ 2 Zweck und Ziel“).
f. Die TPG verfügt derzeit über 4,2 Mio DM zur
Wiedererrichtung des Turmes der Garnisonkirche. Es liegt
das Angebot eines Investors vor, den Turm für 3,8 Mio
DM in seiner äußeren Gestalt wieder herzustellen;
er garantiert diese Summe.
Vorgesehen ist ein gemauerter Turm mit einer Wanddicke
von 100-120 cm. Nicht enthalten sind Kosten für Sandsteinarbeiten,
Trophäen, Außenanlagen, Fundamentierung und denkmalpflegerische
Erfordernisse, sowie für den Innenausbau, was insgesamt
die Kosten mehr als verdoppeln dürfte. Gegenwärtig
lassen wir durch einen ausgewiesenen Experten der Denkmalpflege
die Kalkulation überprüfen, um eine gesicherte
Kostenaussage zu haben.
(Anmerkung: Diese wird von Prof. Dr. Ing. Luwig Delters
am 03.12.1999 in Potsdam vorgestellt.)
Bewertungena. Die Planungen der Stadt Potsdam gehen nicht
davon aus, „ob“ der Turm wieder aufgebaut werden
soll, sondern davon, „wie“ die Voraussetzungen
dafür geschaffen werden können. b. Bei diesem
Stand der Absichten ist es notwendig, klare Verantwortlichkeit
für den Bau zu schaffen. Das erfordert Konsens aller
sachlich Beteiligten über das Nutzungskonzept für
den Turm.
Die ev. Kirche Potsdams sollte maßgeblich daran beteiligt
werden.
c. Die TPG wird gesammeltes Spendengeld verfügbar machen,
wenn der äußere Wiederaufbau des Turmes in historischer
Gestalt ausgeführt wird und im Innenbereich ein Gottesdienstraum
entsteht. d. Kirchen baut man nicht gegen den Willen der
Kirche. Wenn die Stadt dieses Bauwerk wiederhaben will und
dafür auf die Ergebnisse der bisherigen TPG - Sammlung
zurückgreifen möchte, muss sich die ev. Kirche
zu dem Vorhaben erklären. e. Die TPG ist grundsätzlich
bereit, Verantwortung für den Wiederaufbau zu übernehmen.
Allerdings würde es in der Öffentlichkeit befremden,
wenn die Wiedererrichtung gerade dieses Gotteshauses einer
Bürgerinitiative besonderer Art überlassen bliebe,
anstatt von der eigentlich dafür zuständigen Kirche
verantwortet zu werden.
f. Unter der Voraussetzung, dass dieser Gedanke (e.) akzeptiert
wird, die ev. Kirche wegen ihrer finanziellen Lage aber
keine Lasten übernehmen kann, wäre folgendes Vorgehen
denkbar: (1) Die ev. Kirche wird Grundstückseigentümer
und übernimmt die Gesamtverantwortung unter notarieller
Sicherung, daß ihr keinerlei Kosten entstehen, wenn
(2) gleichzeitig eine Stiftung vertraglich eingebunden wird,
die den Bau ausführt, ihn später unter Leitung
der ev. Kirche nutzt und die Unterhaltung sicherstellt.
(3) Stadt und ev. Kirche stimmen dem Baubeginn zu, wenn
der Bau und die spätere Unterhaltung finanziell gesichert
sind.
g. Das gemeinsame Vorgehen von Bund und Land Sachsen beim
Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden geben das Beispiel.
Nötig sind: Klarer politischer Wille der Stadtverwaltung
und Übernahme der Verantwortung
der zuständigen Kirche.h. Mögliche Nutzung des
wiedererrichteten Turmes:
(1) Ökumenisches Bethaus für Bedarfsgottesdienste
(besondere Anlässe der Kirche, Touristen, Familien,
Trauungen, Taufen, Einsegnungen, Aussegnungen etc.).
(2) Theologische Fachtagungen z.B. Ost-West-Forum.
(3) Seminare analog zu § 2 unserer Satzung unter Beteiligung
von Kirchen, Stadt, Universität Potsdam, internationales
/ interdisziplinäres Institut für Friedenssicherung
in Zusammenarbeit mit der OSZE in den oberen Räumen.
(4) Dauerausstellungen zum 20. Juli 1944, zum 17. Juni 1953
und zur friedlichen Revolution von 1989.
Wir empfahlen daher:
Die ev. Kirche Potsdams möge sich baldmöglichst
an die Spitze der Entwicklung zum Wiederaufbau des Turmes
der Garnisonkirche setzen, indem sie die Gesamtverantwortung
dafür beansprucht und durch Konzeptentwicklung und
Schaffung der nötigen Organisationsstrukturen sicherstellt,
dass die Finanzierung für Bau und Unterhaltung vor
Baubeginn gegeben ist und keinerlei Kosten auf die Kirche
dadurch zukommen.
Dazu möge sie eine Lösung anstreben, die langfristig
und unabhängig von Einzelpersonen Bestand hat (Vertragssicherheit).
Die ev. Kirche könne die Entwicklung durch Abstimmung
mit den anderen Kirchen Potsdams (ökumenische Nutzung
der Kapelle) fördern und sich mit der Stadt und allen
Beteiligten über das gemeinsame weitere Vorgehen verständigen.
Wünschenswert sei aus Sicht der TPG
a. Die fördernde Begleitung der Sammlung und der öffentlichkeitsarbeit
durch Schreiben der ev. Kirche an die Spender des Kirchenbauvereins
TPG.b) Erarbeitung / Verbreitung eines Aufrufes der ev.
Kirche, mit dem das Vorhaben des Wiederaufbaues unterstützt
und zu Spenden weltweit aufgerufen wird.
Der Aufruf könnte beispielsweise lauten:
Die ev. Kirche von Berlin Brandenburg nimmt mit Freude die
politische Absicht der Potsdamer Stadtregierung zur Rückgewinnung
der alten Potsdamer historischen Innenstadt zur Kenntnis.
In diesem Zusammenhang begrüßt sie auch die Bemühungen
zum Wiederaufbau des Turmes der Garnisonkirche in seiner
originalen äußeren Form, der von einer privaten
Initiative engagierter Christen und unter der Leitung der
ev. Kirche Potsdams getragen werden soll. Der Wille dieser
Initiative, im Turm eine ökumenische Kapelle als Ort
der Verkündung einzurichten, zeugt von der Glaubenshoffnung
auf ein Wachsen der Gemeinde Christ!. Unser Gebet um gutes
Gelingen begleitet dieses Vorhaben, dem Herrn ein neues
Haus zu bauen.
Wiederaufbau und Unterhaltung als Begegnungsstätte
erfordern erhebliche finanzielle Mittel, die nur durch Spenden
aus unserer Bevölkerung gewonnen werden können.
Wir rufen die Menschen in unserem Land - wir rufen alle
Freunde Potsdams in der Welt auf, zu diesem Werk mit Spenden
beizutragen.“’
Diese Überlegungen sollen nun eingehend diskutiert
und dazu alle sachlich Beteiligten zu einer Konferenz eingeladen
werden.
Ich werde Sie über den Fortgang der Dinge informieren.
Leserecho
Zunächst bedanke ich mich für die vielen zustimmenden
Briefe, die uns wieder den Rücken stärkten, denn
wir sammeln mit Ihrer aller Hilfe nun schon 15 Jahre und
haben doch einiges gemeinsam geschafft. Mir wurde aber auch
bedeutet, ich möge Position beziehen zur
Wehrmachtsausstellung
Ich tue das auf einem gesonderten Blatt als Beilage, weil
der ein oder andere von Ihnen das vielleicht anderweitig
noch verwenden möchte. Ebenso finden Sie den Nachdruck
des Briefes an den damaligen Generalmajor der NVA, Dr. Hübner,
vom 06.11.1988. Er sei den Kritikern gewidmet, die es mit
der Wahrheit nicht so genau nehmen, wenn sie über uns
„weitersagen“.
Hat das beides mit Preußen und der Garnisonkirche
zu tun?Ja, Preußen ist auch die Verpflichtung zur
Wahrheit, zur innerlichen und äußerlichen Disziplin,
zur Pflichterfüllung. Aber man soll niemals von Preußen
sprechen, ohne darauf hinzuweisen, dass es sich damit nicht
erschöpft. Es wird oft missverstanden. Vom wahren Preußentum
ist der Begriff der Freiheit niemals zu trennen. Wahres
Preußentum heißt Synthese zwischen Bindung und
Freiheit..... Ohne diese Verbindung läuft es Gefahr,
zu seelenlosem Kommiss und engherziger Rechthaberei herabzusinken.
Nur in der Synthese liegt die deutsche und europäische
Aufgabe des Preußentums, liegt der preußische
Traum.“ (Henning von Treskow).
Das ist „Potsdamer Schule“, und sie wäre
ohne die gottesfürchtigen Könige so nicht geworden
und gehört daher zum Besten unserer Geschichte. Machen
wir uns auf, bauen wir dem Herrn ein neues Haus, in dem
sein Wort mit Glauben und Bekenntnis für uns Menschen
gepredigt wird - auch für den Soldaten!
Deswegen geleite unser Tun auch künftig der Liedvers:
Gib, dass ich tu’ mit Fleiß, was mir zu tun
gebühret; wozu mich Dein Befehl in meinem Stande führet.
Gib, dass ich’s tue bald, zu der Zeit da ich’s
soll, und wenn ich’s tu’, so gib, dass es gerate
wohl!
Ich wünsche Ihnen allen eine gesegnete Adventszeit
und Frohe Weihnachten. Im Neuen Jahr möge unser Herr
ein gnädiges Schicksal für unser Volk und Land
bereit halten und uns gütige Führung geben.Gott
befohlen für heute; ich grüße Sie in preußischer
Verbundenheit und bleibe
Ihr ergebener und dankbarer
Max Klaar
Oberstleutnant a.D. d.R.
Unter
dem Glockenspiel
Die neuen Vereinsinsignien sind da!
Die
Mütze der Potsdamer Gardegrenadiere mit Turm der Garnisonkirche
und Glockenspiel im Stirnschild sei unser Abzeichen.
Verfügbar
sind:
 |
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Anstecknadel |
Damenbrosche |
Krawattenspange |
Sie
erhalten diese Insignien für Ihre nächste Spende als bescheidenen
Dank.
Daran
sollen wir erkennbar sein - semper talis
Bitte
notieren:
Das
7. Professor - Otto - Becker Gedächtniskonzert findet am
03. September 2000 am Glockenspiel in Potsdam
statt; bitte kommen Sie!
.