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Die Rundbriefe der Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel
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Die Satzung der Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel
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Bitte helfen Sie uns, den Wiederaufbau zu verwirklichen
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Berichte aus der Presse Die wechselhafte Geschichte der Garnisonkirche in Potsdam Die Einweihung des Glockenspiels in Iserlohn Über den Turm der Garnisonkirche. Informationen über das Glockenspiel der Garnisonkirche DieTraditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel Melodien des Potsdamer Glockenspiels als MP3 Datei zum Downloaden

Rundbriefe
Stiftung Preussisches Kulturerbe
vorm. Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel
Gemälde der Garnisonkirche von Gerhard Reindel
Bonn im
Dezember 1999

Meine sehr verehrten Damen und Herren!


Die Sammlung für den Wiederaufbau des Turmes der Garnisonkirche steht bei Über 4,2 Mio DM. Sie machten uns damit auf unserem nun über 15 Jahre währenden Weg wieder viel Mut, und ich danke Ihnen sehr, sehr herzlich für Ihre tätige Mithilfe. Wir werden es schaffen.


• Potsdam-Information

-1. Oberbürgermeister Matthias Platzeck schrieb an die Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel am 29.1 1. 1999 wie folgt:

„Sehr geehrte Damen und Herren,
ich danke Ihnen ganz persönlich für Ihr Engagement im Ehrenamt. Ohne Ihre täglichen Bemühungen würde der Stadt ein erhebliches
Maß an Lebendigkeit fehlen.Ohne Ihre Aktivität wären die Fortschritte zur Wiederannäherung an das historische Stadtbild noch lange nicht so weit, wie wir es heute verzeichnen können.
Die Landeshauptstadt Potsdam hat an der Schwelle zum neuen Jahrtausend eine ideale Ausgangsposition. Potsdam profitiert von der räumlichen Nähe zu Berlin, gewinnt als Kongressstadt rasant an Bedeutung und hat mit der Bundesgartenschau 2001 ein Ereignis mit größtem Werbeeffekt zu verantworten.
Potsdam lebt in der internationalen Wahrnehmung zum großen Teil vom Schloß Sanssouci, den Schloß- und Gartenanlagen. In den letzten Jahren kommt international zunehmend der Ruf Potsdams als Wissenschafts- und Forschungsstandort, als Standort universitärer Einrichtungen zur Geltung. Die Medienstadt Babelsberg hat eine Entwicklung genommen, die Potsdam als Medien- und Kommunikationszentrum von internationalem Rang auch weltweit interessant macht.
Die Wahrnehmung der Stadt Potsdam durch die Besucher wird durch die vielfältigsten Eindrücke geprägt, und es ist unser aller Aufgabe, diese Eindrücke so positiv wie möglich zu gestalten. Eine herausragende Rolle spielen hierbei die Einwohner Potsdams (und) die Freunde und Förderer der Landeshauptstadt. Zahlreiche Initiativen im Bereich der Denkmalpflege, der Kultur, im Bereich des Sozialen, im Bereich von Wissenschaft und Forschung unterstützen bereits seit vielen Jahren mit großem ehrenamtlichen Engagement die Entwicklung unserer Stadt.
Der Beitrag zur Stadtentwicklung, zur Gestaltung des Stadtbildes, der durch diese Initiativen erarbeitet und zur Verfügung gestellt wird, ist geradezu von unschätzbarem Wert, und oftmals wird erst durch diese Arbeit der Blick auf Schönes und Wichtiges in dieser Stadt gelenkt. Rekonstruktion historischer Gebäude, Unterstützung sozial Hilfsbedürftiger, Initiativen im Bildungs-, Wissenschafts und Forschungsbereich wären ohne ehrenamtliches
Engagement und zahlreiche dadurch zur Verfügung gestellte Spenden nicht denkbar.Ich möchte auf diesem Wege allen, die sich für die Entwicklung der Stadt Potsdam engagieren, herzlich danken und gleichzeitig alle, Einwohner, Besucher und Freunde Potsdams aufrufen, sich weiterhin aktiv an der Unterstützung der Entwicklung unserer Landeshauptstadt zu beteiligen.
Die Möglichkeiten der öffentlichen Hand sind durch die finanziellen Zwänge stark eingeschränkt. Eine Stadt lebt von den Aktivitäten der Bürgerinnen und Bürger, und diese sollten größtmögliche Unterstützung erfahren.
Ich danke Ihnen und bin überzeugt, dass Sie in Ihren Aktivitäten nicht nachlassen.

Mit freundlichen GrüßenMatthias Platzeck“


Na, wenn das keine Freude ist, die ich hiermit gerne an Sie weiter gebe. Wir wollen nach Kräften auch künftig beitragen.


2. Innenminister Jörg Schönbohrn

(Brandenburg / CDU) steht unserem Vorhaben positiv gegenüber, er hielt das Thema wegen seiner parteiübergreifenden Bedeutung aus dem Wahlkampf heraus. Die Potsdamer CDU hat die Errichtung des Turmes sogar zu einem Programmpunkt gemacht.Auch Bundespräsident a.D. von Weizsäcker hat mehrfach einen erheblichen Beitrag geleistet, was uns Rückenwind gab.
3. Wir sind im Gespräch mit der evangelischen Kirche weitergekommen und hatten auf Einladung von Herrn Superintendent Günter Schalinski Gelegenheit, auf der Kreissynode (29./30.10.1999) in Potsdam unsere Überlegungen zum Wiederaufbau des Turmes der Garnisonkirche darzustellen.

Herr Flämig und ich nahmen daran teil.
Als Feststellungen trugen wir u.a. vor:
„a. Die Willenserklärung der Stadtverordnetenversammlung vom Oktober 1990 ist Grundlage aller Potsdamer Planungen zur Gestaltung der historischen Potsdamer Mitte. b. Der Beigeordnete für Stadtplanung, Bauen und Wohnen, Herr Stoian, sagte uns, der langfristig orientierende Gestaltplan der Innenstadt zeigt im Bereich des Rechenzentrums und der Breiten Straße die Grundrisse von Turm und Gebäude mit den Maßen der ehemaligen Garnisonkirche, ihr Standort liegt im Geltungsbereich der Sanierungssatzung der „Potsdamer Mitte“, die in diesem Jahr beschlossen wurde. c. OB Matthias Platzeck befürwortet u.a. den Wiederaufbau des Turmes der Garnisonkirche in historischer Proportion und Kubatur (vergl. Rundbrief. 1/99).
d. Die Freilegung eines Abschnittes des Stadtkanales und der Wiederaufbau des Fortunaportales des ehemaligen Stadtschlosses aus Spendenmitteln sind beschlossen. Die „Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel TPG“ stellt für das Fundament des Fortunaportales 10.000 DM zur Verfügung.
e. Die TPG sammelt seit 1990 auf Bitten des damaligen Oberbürgermeisters, Dr. Horst Gramlich, Spenden vorrangig für die Wiedererrichtung des Turmes der Garnisonkirche (Anmerkung: In seinem Brief vom 29.11.1999 erneuerte OB Matthias Platzeck diese Bitte an die TPG). Die TPG betrachtet sich als Kirchbauverein mit der Perspektive einer gemeinnützigen Stiftung für Potsdam (Satzung „§ 2 Zweck und Ziel“). f. Die TPG verfügt derzeit über 4,2 Mio DM zur Wiedererrichtung des Turmes der Garnisonkirche. Es liegt das Angebot eines Investors vor, den Turm für 3,8 Mio DM in seiner äußeren Gestalt wieder herzustellen; er garantiert diese Summe.

Vorgesehen ist ein gemauerter Turm mit einer Wanddicke von 100-120 cm. Nicht enthalten sind Kosten für Sandsteinarbeiten, Trophäen, Außenanlagen, Fundamentierung und denkmalpflegerische Erfordernisse, sowie für den Innenausbau, was insgesamt die Kosten mehr als verdoppeln dürfte. Gegenwärtig lassen wir durch einen ausgewiesenen Experten der Denkmalpflege die Kalkulation überprüfen, um eine gesicherte Kostenaussage zu haben.

(Anmerkung: Diese wird von Prof. Dr. Ing. Luwig Delters am 03.12.1999 in Potsdam vorgestellt.)

Bewertungena. Die Planungen der Stadt Potsdam gehen nicht davon aus, „ob“ der Turm wieder aufgebaut werden soll, sondern davon, „wie“ die Voraussetzungen dafür geschaffen werden können. b. Bei diesem Stand der Absichten ist es notwendig, klare Verantwortlichkeit für den Bau zu schaffen. Das erfordert Konsens aller sachlich Beteiligten über das Nutzungskonzept für den Turm.
Die ev. Kirche Potsdams sollte maßgeblich daran beteiligt werden.
c. Die TPG wird gesammeltes Spendengeld verfügbar machen, wenn der äußere Wiederaufbau des Turmes in historischer Gestalt ausgeführt wird und im Innenbereich ein Gottesdienstraum entsteht. d. Kirchen baut man nicht gegen den Willen der Kirche. Wenn die Stadt dieses Bauwerk wiederhaben will und dafür auf die Ergebnisse der bisherigen TPG - Sammlung zurückgreifen möchte, muss sich die ev. Kirche zu dem Vorhaben erklären. e. Die TPG ist grundsätzlich bereit, Verantwortung für den Wiederaufbau zu übernehmen. Allerdings würde es in der Öffentlichkeit befremden, wenn die Wiedererrichtung gerade dieses Gotteshauses einer Bürgerinitiative besonderer Art überlassen bliebe, anstatt von der eigentlich dafür zuständigen Kirche verantwortet zu werden.
f. Unter der Voraussetzung, dass dieser Gedanke (e.) akzeptiert wird, die ev. Kirche wegen ihrer finanziellen Lage aber keine Lasten übernehmen kann, wäre folgendes Vorgehen denkbar: (1) Die ev. Kirche wird Grundstückseigentümer und übernimmt die Gesamtverantwortung unter notarieller Sicherung, daß ihr keinerlei Kosten entstehen, wenn (2) gleichzeitig eine Stiftung vertraglich eingebunden wird, die den Bau ausführt, ihn später unter Leitung der ev. Kirche nutzt und die Unterhaltung sicherstellt. (3) Stadt und ev. Kirche stimmen dem Baubeginn zu, wenn der Bau und die spätere Unterhaltung finanziell gesichert sind.
g. Das gemeinsame Vorgehen von Bund und Land Sachsen beim Wiederaufbau der Frauenkirche in Dresden geben das Beispiel. Nötig sind: Klarer politischer Wille der Stadtverwaltung und Übernahme der Verantwortung

der zuständigen Kirche.h. Mögliche Nutzung des wiedererrichteten Turmes:
(1) Ökumenisches Bethaus für Bedarfsgottesdienste (besondere Anlässe der Kirche, Touristen, Familien, Trauungen, Taufen, Einsegnungen, Aussegnungen etc.).
(2) Theologische Fachtagungen z.B. Ost-West-Forum.
(3) Seminare analog zu § 2 unserer Satzung unter Beteiligung von Kirchen, Stadt, Universität Potsdam, internationales / interdisziplinäres Institut für Friedenssicherung in Zusammenarbeit mit der OSZE in den oberen Räumen.
(4) Dauerausstellungen zum 20. Juli 1944, zum 17. Juni 1953 und zur friedlichen Revolution von 1989.

Wir empfahlen daher:
Die ev. Kirche Potsdams möge sich baldmöglichst an die Spitze der Entwicklung zum Wiederaufbau des Turmes der Garnisonkirche setzen, indem sie die Gesamtverantwortung dafür beansprucht und durch Konzeptentwicklung und Schaffung der nötigen Organisationsstrukturen sicherstellt, dass die Finanzierung für Bau und Unterhaltung vor Baubeginn gegeben ist und keinerlei Kosten auf die Kirche dadurch zukommen.
Dazu möge sie eine Lösung anstreben, die langfristig und unabhängig von Einzelpersonen Bestand hat (Vertragssicherheit). Die ev. Kirche könne die Entwicklung durch Abstimmung mit den anderen Kirchen Potsdams (ökumenische Nutzung der Kapelle) fördern und sich mit der Stadt und allen Beteiligten über das gemeinsame weitere Vorgehen verständigen.


Wünschenswert sei aus Sicht der TPG

a. Die fördernde Begleitung der Sammlung und der öffentlichkeitsarbeit durch Schreiben der ev. Kirche an die Spender des Kirchenbauvereins

TPG.b) Erarbeitung / Verbreitung eines Aufrufes der ev. Kirche, mit dem das Vorhaben des Wiederaufbaues unterstützt und zu Spenden weltweit aufgerufen wird.
Der Aufruf könnte beispielsweise lauten:
Die ev. Kirche von Berlin Brandenburg nimmt mit Freude die politische Absicht der Potsdamer Stadtregierung zur Rückgewinnung der alten Potsdamer historischen Innenstadt zur Kenntnis. In diesem Zusammenhang begrüßt sie auch die Bemühungen zum Wiederaufbau des Turmes der Garnisonkirche in seiner originalen äußeren Form, der von einer privaten Initiative engagierter Christen und unter der Leitung der ev. Kirche Potsdams getragen werden soll. Der Wille dieser Initiative, im Turm eine ökumenische Kapelle als Ort der Verkündung einzurichten, zeugt von der Glaubenshoffnung auf ein Wachsen der Gemeinde Christ!. Unser Gebet um gutes Gelingen begleitet dieses Vorhaben, dem Herrn ein neues Haus zu bauen.
Wiederaufbau und Unterhaltung als Begegnungsstätte erfordern erhebliche finanzielle Mittel, die nur durch Spenden aus unserer Bevölkerung gewonnen werden können. Wir rufen die Menschen in unserem Land - wir rufen alle Freunde Potsdams in der Welt auf, zu diesem Werk mit Spenden beizutragen.“’
Diese Überlegungen sollen nun eingehend diskutiert und dazu alle sachlich Beteiligten zu einer Konferenz eingeladen werden.
Ich werde Sie über den Fortgang der Dinge informieren.


Leserecho
Zunächst bedanke ich mich für die vielen zustimmenden Briefe, die uns wieder den Rücken stärkten, denn wir sammeln mit Ihrer aller Hilfe nun schon 15 Jahre und haben doch einiges gemeinsam geschafft. Mir wurde aber auch bedeutet, ich möge Position beziehen zur


Wehrmachtsausstellung
Ich tue das auf einem gesonderten Blatt als Beilage, weil der ein oder andere von Ihnen das vielleicht anderweitig noch verwenden möchte. Ebenso finden Sie den Nachdruck des Briefes an den damaligen Generalmajor der NVA, Dr. Hübner, vom 06.11.1988. Er sei den Kritikern gewidmet, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, wenn sie über uns „weitersagen“.

Hat das beides mit Preußen und der Garnisonkirche zu tun?Ja, Preußen ist auch die Verpflichtung zur Wahrheit, zur innerlichen und äußerlichen Disziplin, zur Pflichterfüllung. Aber man soll niemals von Preußen sprechen, ohne darauf hinzuweisen, dass es sich damit nicht erschöpft. Es wird oft missverstanden. Vom wahren Preußentum ist der Begriff der Freiheit niemals zu trennen. Wahres Preußentum heißt Synthese zwischen Bindung und Freiheit..... Ohne diese Verbindung läuft es Gefahr, zu seelenlosem Kommiss und engherziger Rechthaberei herabzusinken. Nur in der Synthese liegt die deutsche und europäische Aufgabe des Preußentums, liegt der preußische Traum.“ (Henning von Treskow).
Das ist „Potsdamer Schule“, und sie wäre ohne die gottesfürchtigen Könige so nicht geworden und gehört daher zum Besten unserer Geschichte. Machen wir uns auf, bauen wir dem Herrn ein neues Haus, in dem sein Wort mit Glauben und Bekenntnis für uns Menschen gepredigt wird - auch für den Soldaten!
Deswegen geleite unser Tun auch künftig der Liedvers:
Gib, dass ich tu’ mit Fleiß, was mir zu tun gebühret; wozu mich Dein Befehl in meinem Stande führet.
Gib, dass ich’s tue bald, zu der Zeit da ich’s soll, und wenn ich’s tu’, so gib, dass es gerate wohl!

Ich wünsche Ihnen allen eine gesegnete Adventszeit und Frohe Weihnachten. Im Neuen Jahr möge unser Herr ein gnädiges Schicksal für unser Volk und Land bereit halten und uns gütige Führung geben.Gott befohlen für heute; ich grüße Sie in preußischer Verbundenheit und bleibe
Ihr ergebener und dankbarer
Max Klaar
Oberstleutnant a.D. d.R.

 

Unter dem Glockenspiel

Die neuen Vereinsinsignien sind da!

Die Mütze der Potsdamer Gardegrenadiere mit Turm der Garnisonkirche und Glockenspiel im Stirnschild sei unser Abzeichen.

Verfügbar sind:
Anstecknadel Damenbrosche Krawattenspange
Anstecknadel
Damenbrosche
Krawattenspange

Sie erhalten diese Insignien für Ihre nächste Spende als bescheidenen Dank.

Daran sollen wir erkennbar sein - semper talis

Bitte notieren:

Das 7. Professor - Otto - Becker Gedächtniskonzert findet am 03.  September 2000 am Glockenspiel in Potsdam statt; bitte kommen Sie!

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