Meine sehr verehrten Damen und Herren!
Es tut sich was!
Das vergangene halbe Jahr hatte es in sich, und wichtige
Entscheidungen scheinen erstmals möglich zu sein. Wir
bleiben zuversichtlich, dass der Garnisonkirchturm in seinem
Äußeren gänzlich originalgtreu und in seinem
Inneren als Kirche wieder aufgebaut werden kann.
Wir haben zu berichten:
1. Der Spendenkontostand steht bei rund 5,37 Mio
€ (10,5 Mio DM). Ich kann Ihnen nur immer wieder unseren
herzlichen Dank sagen für all Ihre Gaben, die uns wirkungsvolle
Unterstützung und Ermunterung sind.
2. Die Lageentwicklung seit dem Rundbrief 2/2001:
a. Es gingen von Ihnen weit über
200 Reaktionen bei uns ein, die sich mit den Inhalten des
Konzeptes der Ev. Kirche für den Garnisonkirchturm
„Spirit of Change“ auseinandersetzten. Zwei
stimmten zu, zweien war es egal, was auf der Turmspitze
angebracht würde, und über 200 lehnten den Symbolbruch
ab, der sich mit der Anbringung des Coventry-Nagelkreuzes
auf der Kirchturmspitze verbinden würde.
b. Wir informierten daraufhin Stadtverordnetenversammlung,
Evangelische Kirche und Oberbürgermeister, dass wir
unter keinen Umständen Veränderungen an der denkmalgerechten
Rekonstruktion des Äußeren zustimmen werden.
Wir sind eine Traditionsgemeinschaft und keine Traditionsbruchgemeinschaft!
Wir werben seit 1990 auf Bitten der Stadt Potsdam für
den originalgetreuen Wiederaufbau des Kirchturmes (in seiner
äußeren Gestalt), wenn das Innere eine Kirche
wird, in der politischer Missbrauch ausgeschlossen ist.
Dafür erhielten wir die Spenden, und nur dafür
werden wir sie auch ausgeben. Alles andere wäre Betrug
am Spenderwillen. „Üb’ immer Treu’
und Redlichkeit!“
c. Die Stadtverordneten begrüßten
im Januar 2002 das Konzept der Ev. Kirche mit großer
Mehrheit und gaben der Hoffnung Ausdruck, dass die Ev. Kirche
die Zustimmung sowohl der Traditionsgemeinschaft Potsdamer
Glockenspiel als auch der Stiftung Preußisches Kulturerbe
erreichen möge.
d. Unerwartete Hilfe in der engagiert geführten
Debatte um die Bedeutung der Kirchturmspitze kam dann Anfang
März von zwei ausgewiesenen Fachleuten. Prof. Dr. Giersberg
(ehem. Schlösser und Gärten) sowie Pfr. i.R. Hekker
lieferten in profunden Ausarbeitungen den wissenschaftlichen
Beweis dafür, dass die originale Wetterfahne keinerlei
politische sondern eine hohe theologische Bedeutung gehabt
hat und dass diese Art der christlichen Symbolsprache in
Berlin und Brandenburg im 16. bis 18. Jahrhundert sehr verbreitet
war.
e. Die Ausarbeitungen der beiden Experten
waren wenig später beim Gespräch mit Oberbürgermeister
Matthias Platzeck, dem ich Möglichkeiten und Grenzen
unserer Mitarbeit vortrug, besonders interessant. Dabei
ließ ich keinen Zweifel daran, dass mit uns nur gerechnet
werden kann, wenn an der äußeren Gestalt des
Turmes keinerlei Abstriche gemacht werden. Das schließt
die Turmspitze und den unveränderten Stundenlauf des
Glockenspieles ein.
Begründung: Der Erbauer der Garnisonkirche,
König Friedrich Wilhelm I, maß für seine
Regentschaft der Inneren Mission entscheidende Bedeutung
zu, errichtete den Turm ausdrücklich zur Ehre Gottes
und setze dazu zeichenhaft die Turmspitze darauf, die die
Heilszusage Gottes an uns Menschen symbolisierte (Versöhnung
Gottes mit den Menschen durch das Leben, Sterben und Auferstehen
seines Sohnes, was in Christi Himmelfahrt Ausdruck fand).
OB Matthias Platzeck, der Ihnen abermals für all Ihre
Mithilfe dankt, zum bisher Erreichten gratuliert und Sie
sehr herzlich grüßen lässt, gab abschließend
seiner Hoffnung Ausdruck, dass es bei den Gesprächen
zwischen der Ev. Kirche und uns zu einer Einigung kommen
möge.
f. Am 13. April 2002 fand ein Treffen mit
Kirchenvertretern statt. Die Stadt Potsdam war mit Wieland
Eschenburg als dem Beauftragten des Oberbürgermeisters
vertreten. Als Gast war der Domherr von Coventry, Dr. Paul
Oestreicher, zugegen.
Unser Schirmherr, Innenminister Jörg Schönbohm,
der Sie ebenfalls dankbar und herzlich erneut grüßen
lässt, richtete aus diesem Anlass folgendes Grußwort
an die Teilnehmer:
„Sehr geehrte Herren!
Mit den heute beginnenden offiziellen Gesprächen tritt
der Wiederaufbau der Potsdamer Garnisonkirche in die entscheidende
und wohl deshalb schwierigste Phase. Nach dem mehr als zehnjährigen
unermüdlichen Einsatz der Traditionsgemeinschaft und
ihrer Spender, dem Beschluss der Kreissynode der evangelischen
Kirche und dem positiven Votum der Potsdamer Stadtverordneten
geht es nun darum, die unterschiedlichen Vorstellungen zusammenzubringen.
Lassen Sie mich zunächst all jenen danken, die bis
zum heutigen Tage für dieses Projekt in so beeindruckender
Weise gestritten haben. Jenen – die vor gut zwanzig
Jahren einen Traum hatten und seitdem ihre ganze Energie
und Kraft in die Erfüllung dieses Traumes gesteckt
haben. Meinen Dank und meine Anerkennung aber auch jenen,
die ihre ursprünglich ablehnende Haltung überwanden
und heute mit dem gleichen Engagement für den Wiederaufbau
arbeiten.
Meine sehr geehrten Herren, in Ihrer Hand liegt die Erfüllung
eines Traumes vieler Menschen – eines Vorhabens von
bundesweiter Bedeutung und internationaler Beachtung.
Aber auch Potsdam braucht diese Kirche. Die Garnisonkirche
stiftet Identität bei all jenen, die heute und morgen
in dieser Stadt leben. Sie bindet aber auch all jene immer
noch an diese Stadt, die sie vor Jahrzehnten verlassen mussten.
Sie wird wieder das Wahrzeichen von Potsdam werden, welches
diese Stadt unverwechselbar macht.
Die zukünftige Bedeutung dieser Kirche hängt von
ihrer Nutzung ab. Deshalb ist sie als Citykirche auch für
die Evangelische Kirche von großer Wichtigkeit. Viele
Städte haben große Gotteshäuser, welche
Anziehungspunkte für Tausende Menschen sind. Sie alle
finden schließlich - ganz gleich aus welchem Grund
- den Weg in die Kirche. Dies ist ein nicht zu unterschätzender
Beitrag im ideologisierten Brandenburg.
Aber die Bedeutung geht weit darüber hinaus. Schon
der derzeitige, teils heftig geführte Streit zeigt,
wie wichtig es ist, diese Diskussion zu führen. Sie
kann helfen, uns mit unserer eigenen Vergangenheit zu versöhnen.
Sie führt darüber hinaus so unterschiedliche Menschen
zusammen, mit Biografien, die verschiedener nicht sein könnten.
Das gemeinsame Ziel, nämlich eine Kirche bauen zu wollen,
ist gleichzeitig Brücke zwischen Menschen mit unterschiedlichsten
Positionen.
Die gegenwärtig geführte Diskussion über
den Wiederaufbau, die Art der Nutzung und der Umgang miteinander
zeigen offen, wo die Wunden in unserer vormals geteilten
Gesellschaft liegen. Deshalb ist dieser Streit wichtig.
Er darf nicht geschlichtet, er muss vielmehr geführt
werden.
Wichtigstes Gut der Garnisonkirche ist letztlich ihre Symbolik.
Dafür wurde sie schlussendlich errichtet und vernichtet
– für eine Symbolik und wegen ihrer zahlreichen
Symbole.
Gerade deshalb wählten die Nationalsozialisten diese
Kirche für ihren schändlichen Missbrauch und ihre
Umdeutung. Und eben ihre Symbolik war es, die ihr 1968 zum
Verhängnis wurde - als sie von den Kommunisten, abermals
um- und missgedeutet, gesprengt wurde. All dies konnte nur
geschehen, weil die Symbolik der Garnisonkirche dem jeweiligen
Zeitgeist geopfert wurde. Das, wofür sie ureigentlich
steht, eine Verpflichtung des Handels aus Verantwortung
vor Gott und ihre Mahnung an alle weltliche Gewalt, dass
sie letztlich einer höheren Macht untersteht, konnte
durch die Umdeutungen dennoch nicht gebrochen werden. Dieses
zeitlos Gültige ist es gerade, was die Menschen an
diese besondere Kirche bindet. Aus einem modernen Zeitgeist
heraus kann keine langfristige und tiefe Bindung der Menschen
entstehen. Dies jedoch ist es, was unsere Gesellschaft in
Zeiten des allgemeinen Werteverfalls so dringend braucht.
Gerade die wechselvolle Geschichte dieser Kirche ist es
also, die uns verpflichtet, an ihrer zeitlos gültigen
Botschaft festzuhalten und sie nicht - aus welchen Gründen
und Zwängen auch immer - dem Zeitgeist zu opfern.
Ich wünsche uns allen Mut und Kraft, damit uns der
Umgang mit dieser selbst gewählten Verantwortung gelingt.“
g. Dr. Paul Oestreicher griff anschließend
aus diesem Grußwort besonders die ‚Warnung vor
einem Handeln aus dem Zeitgeist heraus’ auf und sagte
weiter:
• Im geplanten Versöhnungszentrum ginge es um
die Versöhnung Gottes mit den Menschen und nicht um
die politische Aussöhnung zwischen Deutschland und
England, „... die ist längst durch!“.
• Deshalb sei im Vergleich zur Versöhnung Gottes
mit den Menschen und dem sich daraus ergebenden Auftrag
die Frage des Nagelkreuzes nebensächlich. Ob es auf
oder in der Kirche oder überhaupt nicht angebracht
würde, spiele keine Rolle.
• Entscheidend sei daher, dass in der künftigen
Kirche die im Neuen Testament verlangte Versöhnungsarbeit
geleistet würde. Dies sei eine Forderung, die für
alle Kirchen gelte.
• Darüber, wie Versöhnungsarbeit aussehen
solle, gäbe es Gott sei Dank verschiedene Meinungen.
Wichtig sei, dass die Menschen in ihrer Verschiedenheit
zueinander fänden, was auch für den inneren Frieden
in Deutschland wichtig sei.
• Es käme also nicht auf die äußere
Form sondern auf den Inhalt an. Nur Kultur und Traditionspflege
wäre zu wenig; entscheidend sei die Versöhnung
in ihrer biblischen Bedeutung.
• Zum 50. Jahrestag der Bombardierung Coventrys (Anm.
1990) sei in der dortigen Kathedrale letztmalig eine Gedenkveranstaltung
abgehalten worden. Die Gedenkfeiern würden seit dem
nicht mehr fortgesetzt, weil die Aussöhnung zwischen
dem englischen und dem deutschen Volk abgeschlossen sei.
Diese Aussagen waren für die daran anschließende
Aussprache wegweisend. Ebenso halfen die Vorschläge
des Beauftragten des Oberbürgermeisters wirkungsvoll
voran.
h. So konnte folgende Gemeinsame Erklärung
verabschiedet werden:
„Am 13. April 2002 haben sich auf Einladung der Evangelischen
Kirche die Unterzeichnenden zusammengefunden. Diskutiert
wurden die Voraussetzungen und Möglichkeiten einer
Zusammenarbeit beim Wiederaufbau des Potsdamer Garnisonkirchturms.
Dabei wurde eine Verständigung in folgenden Punkten
erreicht:
(1) Der Wiederaufbau hat geistliche, städtebauliche,
kulturelle und politische Bedeutung. Der Garnisonkirchturm
ist wichtig für die Identität der Potsdamer und
darüber hinaus ein Symbol von nationaler Bedeutung
und internationaler Wirkung.
(2) Der Garnisonkirchturm soll als Kirche erbaut und genutzt
werden.
(3) Zur Unterstützung dieses Vorhabens sollen möglichst
viele Bürgerinnen und Bürger gewonnen werden.
Der Bau soll durch Spenden finanziert werden.
(4) Der Garnisonkirchturm soll weitestgehend in seiner preußisch-barocken
äußeren Gestalt wiedererrichtet werden und im
Inneren eine moderne Ausgestaltung der einzelnen Nutzetagen
erhalten.
(5) Wesentlicher Bestandteil der kirchlichen Nutzung soll
eine Citykirchenarbeit im Kirchturm sein.
(6) Im Blick auf die Einrichtung eines Versöhnungszentrums
im Kirchturm gibt es Übereinstimmung im Sinne der biblischen
Aussagen von der Versöhnung.
(7) Über die Eigentumsfrage, die Trägerkonstruktion
und die Ge-staltung der Kirchturmspitze werden weitere Gespräche
geführt.“
Um Missverständnisse zu vermeiden sei zitiert, was
das Konzept der Ev. Kirche zur Citykirchenarbeit ausführt:
„Innenstadtkirchen zeichnen sich in der Regel durch
ihre besondere geschichtlich- symbolische Bedeutung für
die Identität der Stadt aus. Die Ausdünnung der
Innenstädte und die kleiner gewordene Zahl der Kirchenmitglieder
steht in auffallendem Gegensatz zur wachsenden Bedeutung
der historischen Innenstädte als Zeugen des "genius
loci" der Städte. In dieser Situation versucht
die Citykirchenarbeit eine konstruktive Antwort ......
Von seinem historischen Standort aus wird der Garnisonkirchturm
als Innenstadtkirche zu betrachten sein ....... ohne fest
zugeordnete Kirchengemeinde. Eine Kirche, in der sich Kirche
auf Zeit bildet .... “ (Anm. d. Red.: Hierzu sind
im Konzept der Evangelischen Kirche einfallsreiche Vorhaben
angeführt, denen man nur viel Erfolg wünschen
kann.)
i. Die weiterführenden Gespräche
zur Eigentumsfrage, zur Trägerkonstruktion und zur
Gestaltung der Kirchturmspitze sollen am 24.06.2002 stattfinden.
Unsere Traditionsgemeinschaft ist der Einladende. Für
die Landesregierung wird die Ministerin des Landes Brandenburg
für Kultur, Frau Prof. Dr. Wanka, teilnehmen.
Wir stellen dabei die Einigung um die äußere
originalgetreue Rekonstruktion unter denkmalpflegerischen
Gesichtspunkten voran.
Also einschließlich der Kirchturmspitze
Dafür übermittelten wir den Gesprächsteilnehmern
als unsere Position:
„(1) Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel
(TPG) und Stiftung Preußisches Kulturerbe (SPK) drängen
sich nicht nach vorne sondern sehen ihren Einsatz als einen
ehrenamtlichen Dienst für Potsdam an, der nur geleistet
wird, wenn Stadt und Ev. Kirche dies wünschen.
(2) TPG und SPK können zur Verwirklichung des Projektes
Garnisonkirchturm nur dann beitragen, wenn das Kirchturmäußere
gänzlich originalgetreu rekonstruiert wird. Das schließt
die Kirchturmspitze und den unveränderten Stundenlauf
des Glokkenspiels ein.
(3) Der Garnisonkirchturm soll künftig eine Kirche
sein, die zur Ehre Gottes wiedererrichtet wurde und in der
die Heilszusage Gottes an die Menschen verkündigt wird.
Dem dienen Citykirchen- und Versöhnungsarbeit auf der
Grundlage der biblischen Botschaft.“
Wenn sich darüber Einigkeit erzielen lässt, sind
auch die sonstigen Fragen in Kooperation lösbar. Dazu
gehören die Fortsetzung der Spendensammlung genauso,
wie die Eigentumsfragen, die Übernahme der finanziellen
Folgelasten und der Innenausbau.
Dabei gehen wir nur dann Verpflichtungen ein, wenn gleichberechtigte
Entscheidungsfindung gesichert sein wird.
Bitte begleiten Sie ein gutes Gelingen mit Ihrem Gebet.
Dafür sei Ihnen schon heute besonders gedankt.
3. Buchempfehlung
a. „Friedrich Wilhelm – Preußens Soldatenkönig“,
von Wolfgang Venohr; Verlag F.A. Herbig, München, 2001
/ 366 Seiten, Preis 24,90 €.
b. „Friedrich Wilhelm I.“, Leben und Leiden
des Soldatenkönigs, von Hans-Joachim Neumann, mit einem
Geleitwort von Prinz Louis Ferdinand von Preußen;
edition q Verlags-GmbH, Berlin, 1993, ISBN 3-86124-247-8
4. Unter’m Glockenspiel
Sonntag, den 08.09.2002 veranstalten wir zum neunten Mal
das jährliche Gedächtniskonzert für Prof.
Otto-Becker. Es konzertieren wieder Potsdamer Künstler
am Glockenspiel. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.
5. Zum Schluss Meine Damen und Herren, Sie halfen, und deshalb
erreichten wir sehr viel. Abermals Dank über Dank dafür.
Nun brauchen wir ganz besonders ein „sich weiter füllendes
Portemonnaie“. Unser Schirmherr, Minister Jörg
Schönbohm, der Oberbürgermeister Matthias Platzeck
und wir als Ihre dienstbaren Geister bitten Sie wieder sehr
herzlich, helfen Sie auch künftig nach Ihren Kräften
mit bei diesem Werk von „nationaler Bedeutung und
mit internationaler Wirkung“.
Lasst uns dem Herrn ein neues Haus bauen!
Deshalb begleite uns weiterhin:
Gib, dass ich tu mit Fleiß, was mir zu tun gebühret;
wozu mich Dein Befehl in meinem Stande führet.
Gib, dass ichs tue bald, zu der Zeit da ichs soll,
und wenn ichs tu, so gib, dass es gerate wohl!
Gott befohlen für heute; im Namen des Vorstands und
unserer Geschäftsführer grüße ich Sie
in preußischer Verbundenheit und bleibe stets
Ihr ergebener und dankbarer
Max Klaar
Oberstleutnant a.D.
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