Meine sehr verehrte Damen und Herren!
Dank des Aufrufes des Berliner Innensenators, Jörg
Schönbohm, vom Juni 97 stehen wir mit der Sammlung
heute bei ca 3,4 Mio DM für den Wiederaufbau des Turmes.
Ich danke Ihnen - allen voran unserem verehrten Bundespräsidenten
a.D. Richard von Weizsäcker - auf diesem Wege sehr,
sehr herzlich für ihre großzugigen Gaben. Wir
werden es schaffen; die Entwicklung in Potsdam geht weiter
einen guten Gang.Oberbürgermeister Dr. Horst Gramlich
äußerte in seiner Regierungserklärung (Dezember
1994) u.a.: „Wem ... Identität am sichersten
zu haben ist, wenn wir auf die historischen Dominanten zurückgreifen,
dann sollten wir den Mut haben, Stadtschloss, Garnisonkirche
und Heiliggeistkirche in die Erwägungen ernsthaft einzubeziehen.
„
Darauf bezog er sich am 04.06.1997 vor der Stadtverordnetenversammlung
und führte dabei zu unserer Tätigkeit aus: „Die
Wiedererrichtung der Garnisonkirche ist ein Anliegen, dass
mit besonderem Nachdruck von ... der Traditionsgemeinschaft
Potsdamer Glockenspiel e.V. Iserlohn verfolgt wird ... Es
sei aber auch ganz klar hier festgestellt, dass dieses Anliegen
in Übereinstimmung mit dem Beschluss zur Wiederannäherung
an den alten Stadtgrundriss steht. Auch dieses Projekt ist
langfristiger Natur, realistisch wäre die Errichtung
des Turmes. Voraussetzung dafür ist der Rückbau
der Breiten Straße zwischen Dortustraße und
Lustgarten. - Ich möchte hier betonen, dass die Wiedererrichtung
des Garnisonkirchturmes eine unverzichtbare Dokumentation
unserer Stadtgeschichte in ihrer Einmaligkeit und Unverwechselbarkeit
ist. Es gibt nämlich im Potsdamer Zentrum kein dominantes
Bauwerk des 18. Jahrhunderts. Genau das aber ist durch einen
Wiederaufbau des Turmes zu finden.
Das Thema Garnisonkirche wird zunehmend politisch diskutiert.
Ich halte diese gegenwärtig geführten Debatten
für falsch. Der Aufbau des Turmes ist keine Geisterbeschwörung,
er ist keine Verbeugung vor nationalkonservativem Denken.
Wer Potsdam als Ganzes oder in dieser Stadt einzelne Bauwerke
als politisches Symbol strapaziert, verkennt die Kraft der
Demokratie. „
Wir sind Dr. Gramlich für diese Eindeutigkeit seiner
von ihm verfolgten Stadtpolitik dankbar. Wir werden Ihn
in diesem Anliegen weiter nach bestem Können unterstützen.
Anlässlich unserer Jahreshauptversammlung am ersten
Samstag im September (jour fix) bestätigten uns Vertreter
aus Politik und Administration Potsdams, die Stadt solle
in der historischen Innenstadt ihr altes Gesicht wiederhaben.
Deshalb bleibe man bemüht, die entsprechenden Grundstücke
nicht anders zu überplanen, um die Möglichkeit
zum Wiederaufbau zu erhalten. Für den Standort der
Garnisonkirche sei die in innerstädtische Entlastungsstraße
als dritter Havelübergang von großer Bedeutung.
Nach deren Fertigstellung sei die Breite Straße zurückzubauen;
so könne der größte Teil des unter der Fahrbahn
und dem Bürgersteig liegenden Turmgrundstückes
für den Turmbau verfügbar werden. Bis zur Bundesgartenschau
2001 soll das alles geschafft und der ehemalige Lustgarten
parkartig hergestellt sein. Die Präsidentin des Stadtparlaments
warb vor unserer Versammlung für die Wiederherstellung
des Fortunaportales (was von großer Bedeutung für
den Neubau des Stadtschlosses sein dürfte). In Politik
und Bevölkerung bestünde ein breiter Konsens dafür.
Unsere Gemeinschaft wurde um einen Beitrag für dieses
große Vorhaben gebeten. Die Mitgliederversammlung
entschied daraufhin, einen Teil der Spenden aufgrund des
Rundbriefes November 1997 dafür verfügbar zu machen.
Deshalb wandte sich die Stadtpräsidentin, Frau Birgit
Müller, direkt an Sie und schrieb:
„Sehr geehrte Mitglieder der Traditionsgemeinschaft
Potsdamer Glockenspiel e.V.,
damit das Mögliche entsteht, muß immer wieder
das Unmögliche versucht werden. Dieser Ausspruch Hermann
Hesses vermag auszudrücken, was ich empfand, als die
Aktionsgemeinschaft für den Aufbau der Potsdamer historischen
Innenstadt ... mit der Bitte, die Schirmherrschaft über
den Wiederaufbau des Fortunaportals zu übernehmen,
an mich heran trat. Obwohl ich mir sicher war, dass dies
keine leichte Aufgabe sein wird, habe ich dennoch mit Freude
dieser Bitte entsprochen.
Pro£ Dr. Hans Kania beschreibt das Fortunaportal wie
folgt: Durchaus selbstständig und eigenartig ist die
Schöpfung de Bodt’s. Das Zwingerportal in Dresden,
die wichtigste deutsche Ausprägung einer Tor-Turmanlage
(nach 1711), und das Tor am Queenskollege sind späteren
Datums; sein Werk ist eines der ersten und bedeutendsten
außerhalb Frankreichs. Auf einem quadratischen Unterbau
erheben sich vier mächtige, pilastergeschmückte
Pfeiler. Auf ihnen stehen wuchtige Trophäen; die zierliche
Kuppel mit der Statue der Fortuna scheint dazwischen zu
schweben und ... er fährt an anderer Stelle fort; ...
die Einfachheit an unserem Portal ist in gleicher Weise
voll. In Potsdam ist damit ein Jahrzehnt vor Dresden etwas
durchaus eigenes geschaffen worden, wie wir es in Deutschland
nicht wiederfinden.’
Noch ist es eine Vision dass dieses Bauwerk auf dem Alten
Markt Potsdam wieder erstehen kann. Um diesen Traum Wirklichkeit
werden zu lassen, bedarf es der hilfe Vieler. Da ich in
Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren, selbstlose Förderer
der historischen Bauten unserer Stadt weiß, ist es
mir ein Bedürfnis, Ihre geschätzte Aufmerksamkeit
auf das Fortunaportal zu lenken. Wenn ich mich heute mit
einem eigenen Spendenaufruf zugunsten des Fortunaportals
an Sie wende, so beziehe ich mich dabei auf die Satzung
Ihres Vereins, in der es im § 2, Abs. 4 heißt:
‚Der Verein hat das Ziel, nach Verwirklichung der
staatlichen Einheit Deutschlands nun zur inneren Einheit
der Deutschen und zur europäischen Einigung bestmöglich
beizutragen sowie geistig und finanziell den Wiederaufbau
der Garnisonkirche und anderer historischer Bauten Potsdams
zu fördern.’
Als Stadtpräsidentin wende ich mich an Sie, sehr geehrte
Vereinsmitglieder, an Ihre Freunde und Bekannten mit der
Bitte, den Wiederaufbau des Forumportals auf dem Alten Markt
mit einer Spende zu unterstützen. Wir alle haben hier
die einmalige Chance, ein Bauwerk der historischen Innenstadt
Potsdams auf seinen noch existierenden Grundmauern wiederentstehen
zu lassen. ...
Mit freundlichen Grül3en gez. Birgit Müller, Stadtpräsidentin
(Vorsitzende d. Stadtverordnetenversammlung)
Also, wenn das keine Freude ist; spricht daraus doch auch
große Anerkennung und Vertrauen zu Ihrer aller Anstrengungen
für Preußens altes Herz. Ich bitte Sie aufrichtig
um Ihre erneute Gabe. Einen Teil davon werden wir dann für
das Fortunaportal verfügbar machen. Dabei gilt es,
die Verwendung des Betrages allein für den Bau sicherzustellen.
Zu uns selbst:
Bis 2001 möchten wir einen finanziellen Grundstock
von 6 Mio DM verfügbar haben; dann können wir
gelassen den Turm auf seinen noch vorhandenen Fundamenten
beginnen. Er wird wieder gemauert und außen originalgetreu
nachgebildet. In seinem Innern werden wir einen Gottesdienstraum
schaffen. So bauen wir dem Herrn ein neues Haus. Der Symbolgehalt
dieses neuen Hauses“ wird von den unvergänglichen,
ewig modernen Tugenden Preußens bestimmt werden; z.B.:
- Dankbarkeit vor Gott, dass wir durch eine unblutige Revolution
nach 40 Jahren Spaltung die Einheit unseres Landes wiederfinden
durften, Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens,
das sich an ein unverdientes Geschenk erinnert.
• Demut im Sinne tiefer Bescheidenheit, die aus der
Erkenntnis wächst, das wir vor Gott und seiner Schöpfung
Verantwortung tragen. Nicht wir Menschen sind das Maß,
sondern wir werden gemessen; so wirken wir in Staat und
Gesellschaft in der begrenzten Spanne unseres Lebens in
• Liebe zum Dienen und tun die als nötig erachteten
Dinge ohne Drang nach Anerkennung. Der Preuße sucht
kein Lob; ihm erwächst Achtung aus der Lauterkeit seiner
Tat.
• Bescheidenheit in der Lebensführung, damit
nicht verbraucht wird, was zum Überleben der uns Nachfolgenden
nötig ist. Wir sollen nicht prassen, vielmehr dem geben,
der unverschuldet in Not geriet, damit er wieder auf die
Beine kommt. -
• Mehr sein als scheinen werden wir, sobald wir diesen
Tugenden folgen, so erleben wir Glück, wie Perikles
es formulierte: ‚Wisset, dass das Geheimnis des Glücks
die Freiheit, Freiheit Geheimnis aber Mut ist.
• Mut zu freier, nötiger Tat und
• Tapferkeit in der Durchsetzung gegen Widerstände
und Zeitgeist.
Dies und weit mehr lehrt uns Christus; in Preußen
fand er bei Königen und Volk Gehör. - Religiös
Bedrängte erhielten eine neue Heimat; - Religionsfreiheit
wuchs aus der Scheu vor dem Nächsten, weil er wie wir
Gottes Geschöpf ist;- die Schulpflicht seit 1717 führte
den „Untertanen“ aus der Unmündigkeit und
half, Bürgergesinnung zu entwickeln;
• Freiheit des Wortes (durch Abschaffung der Pressezensur)
wurde gewährt;
• gerechtes Recht (Allgemeines Preußisches Landrecht)
stellte die Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetz her
und die Prügelstrafe wurde abgeschafft,
• 1812 erhielten die Juden die vollen Bürgerrechte.
Und so könnte ich fortfahren, dass aus diesem Denken
die Sozialgesetzgebung von 1877 entwickelt wurde, wovon
heute noch viele Staaten träumen und uns darum beneiden.
Auch war Preußen nicht kriegslüstern, wie fälschlich
behauptet wird, sondern die Hohenzollern hielten es ihrem
„Hausgesetz“ entsprechend eher mit ‚stecke
das Schwert an seinen Ort (also sei gerüstet), denn
wer das Schwert nimmt (wer angreift), wird durch das Schwert
(des Verteidigers) umkommen. Als Beleg mag dienen: Von den
von europäischen Großmächten geführten
Kriegen zwischen
1701 und 1933 entfallen 28 % auf Frankreich, 23 % auf England,
21 % auf Russland nur 8 % auf Preußen/Deutschland.
Man muss es ja mal sagen dürfen. Bezöge man die
Krieg danach bis heute mit ein stünden Preußen
und Deutschland geradezu als ... da.
Lohnt es noch zu zitieren, im „Schwarzen Korps“
(Zeitung der SS) in den 30er Jahren ein mal stand: Der gefährlichste
innere Feind heißt Preußen!’?
Wie sagte Henning von Treskow seinen Söhnen anlässlich
der Konfirmation in der Garnisonkirche 1943? „Vergesst
niemals, dass auf preußischen Boden und in preußisch
deutschen Gedanken aufgewachsen seid. Es birgt eine große
Verpflichtung in sich, die Verpflichtung zur Wahrheit, zu
inneren und äußeren Disziplin, zur Pflichterfüllung
Aber man soll niemals von Preußen sprechen, ohne daran
hinzuweisen, dass es sich nicht damit erschöpft. Es
wird oft missverstanden. Vom wahren Preußentum ist
der Beg der Freiheit niemals zu trennen. Wahres Preußentum
heißt Synthese zwischen Bindung und Freiheit ... Ohne
diese Verbindung läuft es Gefahr, zu seelenlosem Kommiss
und engherziger Rechthaberei herabzusinken. Nur in der Synthese
liegt die deutsche und europäische Aufgabe des Preußentums,
liegt der europäische Traum.“
Wir versuchen heute, diesen Traum Wirklichkeit werden zu
lassen. Der Glaube an unseren Herrn Jesus Christus brachte
diese „preußischen“ Gedanken hervor. Christus
ist in Gott und Gott in ihm. Er ist kein Politiker, aber
er wirkt ungemein politisch bei dem, der sich unter sein
Gebot stellt. Wer Preußens Regenten unter Berufung
auf diesen Herrn auf deutschem Boden das seinerzeit modernsten
Staatswesen von groß Anziehungskraft schufen wenn
dieses Denken in Grundrechten unseres Grundgesetzes in historischer
Kontinuität fortentwickelt gültig ist, dann wird
es Zeit, dass wir der Kraft unserer Geschichte besinnen.
„Wir müssen uns selbst achten, wenn wir bestehen
wollen“ (Jörg Schönbohm).
Also, bauen wir dem Herrn ein neues Haus. Sie alle sind
gerufen. Für das bisher Erreichte bin ich tief in Ihrer
Schuld. Dank über Dank für alle mithilfe, die
nun schon 13 Jahre anhält. Erinnern wir uns:
Seit 1984 spendeten Sie für die Wiederherstellung des
Glockenspieles im Rahmen besonderer Traditionspflege in
unserer Bundeswehr. Am 17. Juni 1987, dem Tag der Deutschen
Einheit, weihten wir das fertiggestellte Carrillon ein.
Dabei wies General a.D. Ulrich de Maizière in Iserlohn
vor angetretener Truppe der Traditionspflege die Bedeutung
einer „Führungsaufgabe“ zu.
Die Stiftungsurkunde für das Glockenspiel (von Generalleutnant
a.D. Gerhard Wessel verfasst) lautete:
„Dem Fallschirmjägerbataillon 271 wurde am Tag
der Deutschen Einheit 1987 das wiederhergestellte Potsdamer
Glockenspiel in die treuhänderische Obhut übergeben.
Das Bataillon möge das Geläut in Ehren pflegen,
bis unser Deutsches Vaterland nicht mehr gewaltsam geteilt
ist. Als dann soll es die Glocken nach Potsdam stiften;
dies ist ihr endgültiger Bestimmungsort.
Das Potsdamer Glockenspiel wurde damit zum Symbol für
die Sehnsucht der Deutschen nach Wiederherstellung ihrer
staatlichen Einheit in Freiheit. Mögen seine Melodien
‚Lobe den Herren, den mächtigen König der
Ehren’ und ‚Üb’ immer Treu’
und Redlichkeit’ unser Volk begleiten auf dem Weg
zu einem Deutschland der Einigkeit, des Rechtes und der
Freiheit. So helfe uns Gott!“
In der Satzung unseres Vereins hatten wir damals u.a. bestimmt:
„Der Verein verfolgt den Zweck, die ungelöste
deutsche Frage (im Sinne der Präambel GG der Bundesrepublik
Deutschland) im Bewußtsein der Öffentlichkeit
zu halten. „
Wie war die sogenannte „öffentliche Meinung“
damals?
• Willy Brandt: „Nichts ging verloren, was nicht
längst verloren ist.“ und „Die Wiedervereinigung,
das ist die Lebenslüge der zweiten deutschen Republik.“
Seine Partei die
• SPD -gab mit der SED eine gemeinsamme Abrüstungsinitiative
und ein gemeinsames Grundsatzpapier heraus. (Falls die Gedanken
daraus politisch alle verwirklicht worden wären, gäbe
es keine deutsche Einheit.)
• 6 SPD-Ministerpräsidenten stellten die Zahlungen
an die Erfassungsstelle für „DDR“, Unrecht
in Salzgitter ein, um deren Schließung zu erzwingen.
• Helmut Kohl 1986 vor dem Deutschen Bundestag: „Die
DDR ist heute weltweit als Staat anerkannt.“ Im Jahr
darauf empfing er Honecker mit militärischen Ehren
in Bonn.
• Die Grünen forderten die Abschaffung der Präambel
des GG (Wiedervereinigungsgebot). - Heiner Geisler belustigte
sich über „die Wiedervereinigung in den Grenzen
von 19xy. „Günter Grass: „Bei Wiedervereinigung
wären die Deutschen bald wieder zum Fürchten.
„
• Günter Gaus: „Die DDR wird genauso lange
leben wie die Bundesrepublik. „ - Klaus B „Keine
Bundesregierung kann darauf hoffen, daß es ihr gelingt,
die Einheit des Landes in Frieden und Freiheit’ zu
ihren Bedingungen durchzusetzen. „
• Gerhard Schröder 1989 über die Chancen
der Wiedervereinigung: „Es gibt sie nicht“ -
Erhard Eppler noch im September 1989: „Wenn wir die
deutsche Einheit fordern, dann machen wir alle Hunde scheu.“
- Egon Bahr acht Tage vor dem Fall der Mauer: „Lasst
uns um alles in der Welt aufhören, von der Einheit
zu träumen oder zu schwätzen. „
• Lea Rosch (Fernsehmoderatorin) fand BaWs Worte klug
und sagte, „Wiedervereinigung ist ein verantwortungsloser
Quatsch“.
Das war „der Zeitgeist“ mit seinen irrenden
Propheten, die Axel Springer als Brandenburger Tor’
diffamiert hatten. Aber Springer hatte ein mutiges unerschrockenes
Herz und sein Haus leuchtete über die Mauer in die
Unfreiheit. Sein Gottglaube war stark und auch sein Beten
für die Einheit.
Das Beten derer, die die Einheit ersehnten, hat geholfen.
Es war jedenfalls nicht die Weisheit der Politik. Nach 40
Jahren Weg (durch die „Wüste“?) fielen
Mauer und Schussapparate, begann die Räumung der Minen
im Grenzgebiet, öffneten sich die Stasi-Kerker.
Verantwortungsbewußtsein, Dankbarkeit, Demut, Dienen,
Bescheidenheit, mehr sein als scheinen, Mut und Tapferkeit,
sparsame Haushaltsführung - ja, wir können preußische
Tugenden wieder gebrauchen. Wie sagte Bundeskanzler a.D.
Helmut Schmidt: „Neben unseren Rechten endlich unsere
Pflichten hochhalten. Eine der Pflichten wäre: Mit
einem großartigen Ereignis wie der deutschen Einheit
in Frieden und Freiheit nicht länger kleinmütig
umgehen...
So passt wie bisher zu unserem Tun auch künftig:Gib,
dass ich tu’ mit Fleiß, was mir zu tun gebühret;
wozu mich Dein Befehl in meinem Stande gebühret.Gib,
dass ich’s tue bald, zu der Zeit da ich’s soll,
und wenn ich’s tu’, so gib, dass es gerate wohl!
Gott befohlen für heute; ich grüße Sie in
preußischer Verbundenheit zur Weihnacht 1997 und wünsche
Ihnen für 1998 alles nur erdenklich Gute.Ich bleibe
Ihr ergebener und dankbarer
Max KlaarOberstleutnant a.D. / d.R.
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