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Die Rundbriefe der Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel
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Die Satzung der Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel
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Bitte helfen Sie uns, den Wiederaufbau zu verwirklichen
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Berichte aus der Presse Die wechselhafte Geschichte der Garnisonkirche in Potsdam Die Einweihung des Glockenspiels in Iserlohn Über den Turm der Garnisonkirche. Informationen über das Glockenspiel der Garnisonkirche DieTraditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel Melodien des Potsdamer Glockenspiels als MP3 Datei zum Downloaden

 
Rundbriefe
Stiftung Preussisches Kulturerbe
vorm. Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel
Gemälde der Garnisonkirche von Gerhard Reindel
Bonn im November 1997

Meine sehr verehrte Damen und Herren!

Dank des Aufrufes des Berliner Innensenators, Jörg Schönbohm, vom Juni 97 stehen wir mit der Sammlung heute bei ca 3,4 Mio DM für den Wiederaufbau des Turmes. Ich danke Ihnen - allen voran unserem verehrten Bundespräsidenten a.D. Richard von Weizsäcker - auf diesem Wege sehr, sehr herzlich für ihre großzugigen Gaben. Wir werden es schaffen; die Entwicklung in Potsdam geht weiter einen guten Gang.Oberbürgermeister Dr. Horst Gramlich äußerte in seiner Regierungserklärung (Dezember 1994) u.a.: „Wem ... Identität am sichersten zu haben ist, wenn wir auf die historischen Dominanten zurückgreifen, dann sollten wir den Mut haben, Stadtschloss, Garnisonkirche und Heiliggeistkirche in die Erwägungen ernsthaft einzubeziehen. „


Darauf bezog er sich am 04.06.1997 vor der Stadtverordnetenversammlung und führte dabei zu unserer Tätigkeit aus: „Die Wiedererrichtung der Garnisonkirche ist ein Anliegen, dass mit besonderem Nachdruck von ... der Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel e.V. Iserlohn verfolgt wird ... Es sei aber auch ganz klar hier festgestellt, dass dieses Anliegen in Übereinstimmung mit dem Beschluss zur Wiederannäherung an den alten Stadtgrundriss steht. Auch dieses Projekt ist langfristiger Natur, realistisch wäre die Errichtung des Turmes. Voraussetzung dafür ist der Rückbau der Breiten Straße zwischen Dortustraße und Lustgarten. - Ich möchte hier betonen, dass die Wiedererrichtung des Garnisonkirchturmes eine unverzichtbare Dokumentation unserer Stadtgeschichte in ihrer Einmaligkeit und Unverwechselbarkeit ist. Es gibt nämlich im Potsdamer Zentrum kein dominantes Bauwerk des 18. Jahrhunderts. Genau das aber ist durch einen Wiederaufbau des Turmes zu finden.


Das Thema Garnisonkirche wird zunehmend politisch diskutiert. Ich halte diese gegenwärtig geführten Debatten für falsch. Der Aufbau des Turmes ist keine Geisterbeschwörung, er ist keine Verbeugung vor nationalkonservativem Denken. Wer Potsdam als Ganzes oder in dieser Stadt einzelne Bauwerke als politisches Symbol strapaziert, verkennt die Kraft der Demokratie. „


Wir sind Dr. Gramlich für diese Eindeutigkeit seiner von ihm verfolgten Stadtpolitik dankbar. Wir werden Ihn in diesem Anliegen weiter nach bestem Können unterstützen.
Anlässlich unserer Jahreshauptversammlung am ersten Samstag im September (jour fix) bestätigten uns Vertreter aus Politik und Administration Potsdams, die Stadt solle in der historischen Innenstadt ihr altes Gesicht wiederhaben. Deshalb bleibe man bemüht, die entsprechenden Grundstücke nicht anders zu überplanen, um die Möglichkeit zum Wiederaufbau zu erhalten. Für den Standort der Garnisonkirche sei die in innerstädtische Entlastungsstraße als dritter Havelübergang von großer Bedeutung. Nach deren Fertigstellung sei die Breite Straße zurückzubauen; so könne der größte Teil des unter der Fahrbahn und dem Bürgersteig liegenden Turmgrundstückes für den Turmbau verfügbar werden. Bis zur Bundesgartenschau 2001 soll das alles geschafft und der ehemalige Lustgarten parkartig hergestellt sein. Die Präsidentin des Stadtparlaments warb vor unserer Versammlung für die Wiederherstellung des Fortunaportales (was von großer Bedeutung für den Neubau des Stadtschlosses sein dürfte). In Politik und Bevölkerung bestünde ein breiter Konsens dafür. Unsere Gemeinschaft wurde um einen Beitrag für dieses große Vorhaben gebeten. Die Mitgliederversammlung entschied daraufhin, einen Teil der Spenden aufgrund des Rundbriefes November 1997 dafür verfügbar zu machen. Deshalb wandte sich die Stadtpräsidentin, Frau Birgit Müller, direkt an Sie und schrieb:
„Sehr geehrte Mitglieder der Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel e.V.,
damit das Mögliche entsteht, muß immer wieder das Unmögliche versucht werden. Dieser Ausspruch Hermann Hesses vermag auszudrücken, was ich empfand, als die Aktionsgemeinschaft für den Aufbau der Potsdamer historischen Innenstadt ... mit der Bitte, die Schirmherrschaft über den Wiederaufbau des Fortunaportals zu übernehmen, an mich heran trat. Obwohl ich mir sicher war, dass dies keine leichte Aufgabe sein wird, habe ich dennoch mit Freude dieser Bitte entsprochen.


Pro£ Dr. Hans Kania beschreibt das Fortunaportal wie folgt: Durchaus selbstständig und eigenartig ist die Schöpfung de Bodt’s. Das Zwingerportal in Dresden, die wichtigste deutsche Ausprägung einer Tor-Turmanlage (nach 1711), und das Tor am Queenskollege sind späteren Datums; sein Werk ist eines der ersten und bedeutendsten außerhalb Frankreichs. Auf einem quadratischen Unterbau erheben sich vier mächtige, pilastergeschmückte Pfeiler. Auf ihnen stehen wuchtige Trophäen; die zierliche Kuppel mit der Statue der Fortuna scheint dazwischen zu schweben und ... er fährt an anderer Stelle fort; ... die Einfachheit an unserem Portal ist in gleicher Weise voll. In Potsdam ist damit ein Jahrzehnt vor Dresden etwas durchaus eigenes geschaffen worden, wie wir es in Deutschland nicht wiederfinden.’


Noch ist es eine Vision dass dieses Bauwerk auf dem Alten Markt Potsdam wieder erstehen kann. Um diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen, bedarf es der hilfe Vieler. Da ich in Ihnen, sehr geehrte Damen und Herren, selbstlose Förderer der historischen Bauten unserer Stadt weiß, ist es mir ein Bedürfnis, Ihre geschätzte Aufmerksamkeit auf das Fortunaportal zu lenken. Wenn ich mich heute mit einem eigenen Spendenaufruf zugunsten des Fortunaportals an Sie wende, so beziehe ich mich dabei auf die Satzung Ihres Vereins, in der es im § 2, Abs. 4 heißt: ‚Der Verein hat das Ziel, nach Verwirklichung der staatlichen Einheit Deutschlands nun zur inneren Einheit der Deutschen und zur europäischen Einigung bestmöglich beizutragen sowie geistig und finanziell den Wiederaufbau der Garnisonkirche und anderer historischer Bauten Potsdams zu fördern.’
Als Stadtpräsidentin wende ich mich an Sie, sehr geehrte Vereinsmitglieder, an Ihre Freunde und Bekannten mit der Bitte, den Wiederaufbau des Forumportals auf dem Alten Markt mit einer Spende zu unterstützen. Wir alle haben hier die einmalige Chance, ein Bauwerk der historischen Innenstadt Potsdams auf seinen noch existierenden Grundmauern wiederentstehen zu lassen. ...


Mit freundlichen Grül3en gez. Birgit Müller, Stadtpräsidentin (Vorsitzende d. Stadtverordnetenversammlung)


Also, wenn das keine Freude ist; spricht daraus doch auch große Anerkennung und Vertrauen zu Ihrer aller Anstrengungen für Preußens altes Herz. Ich bitte Sie aufrichtig um Ihre erneute Gabe. Einen Teil davon werden wir dann für das Fortunaportal verfügbar machen. Dabei gilt es, die Verwendung des Betrages allein für den Bau sicherzustellen.


Zu uns selbst:
Bis 2001 möchten wir einen finanziellen Grundstock von 6 Mio DM verfügbar haben; dann können wir gelassen den Turm auf seinen noch vorhandenen Fundamenten beginnen. Er wird wieder gemauert und außen originalgetreu nachgebildet. In seinem Innern werden wir einen Gottesdienstraum schaffen. So bauen wir dem Herrn ein neues Haus. Der Symbolgehalt dieses neuen Hauses“ wird von den unvergänglichen, ewig modernen Tugenden Preußens bestimmt werden; z.B.: - Dankbarkeit vor Gott, dass wir durch eine unblutige Revolution nach 40 Jahren Spaltung die Einheit unseres Landes wiederfinden durften, Dankbarkeit ist das Gedächtnis des Herzens, das sich an ein unverdientes Geschenk erinnert.


• Demut im Sinne tiefer Bescheidenheit, die aus der Erkenntnis wächst, das wir vor Gott und seiner Schöpfung Verantwortung tragen. Nicht wir Menschen sind das Maß, sondern wir werden gemessen; so wirken wir in Staat und Gesellschaft in der begrenzten Spanne unseres Lebens in
• Liebe zum Dienen und tun die als nötig erachteten Dinge ohne Drang nach Anerkennung. Der Preuße sucht kein Lob; ihm erwächst Achtung aus der Lauterkeit seiner Tat.
• Bescheidenheit in der Lebensführung, damit nicht verbraucht wird, was zum Überleben der uns Nachfolgenden nötig ist. Wir sollen nicht prassen, vielmehr dem geben, der unverschuldet in Not geriet, damit er wieder auf die Beine kommt. -
• Mehr sein als scheinen werden wir, sobald wir diesen Tugenden folgen, so erleben wir Glück, wie Perikles es formulierte: ‚Wisset, dass das Geheimnis des Glücks die Freiheit, Freiheit Geheimnis aber Mut ist.
• Mut zu freier, nötiger Tat und
• Tapferkeit in der Durchsetzung gegen Widerstände und Zeitgeist.

Dies und weit mehr lehrt uns Christus; in Preußen fand er bei Königen und Volk Gehör. - Religiös Bedrängte erhielten eine neue Heimat; - Religionsfreiheit wuchs aus der Scheu vor dem Nächsten, weil er wie wir Gottes Geschöpf ist;- die Schulpflicht seit 1717 führte den „Untertanen“ aus der Unmündigkeit und half, Bürgergesinnung zu entwickeln;


• Freiheit des Wortes (durch Abschaffung der Pressezensur) wurde gewährt;
• gerechtes Recht (Allgemeines Preußisches Landrecht) stellte die Gleichheit aller Menschen vor dem Gesetz her und die Prügelstrafe wurde abgeschafft,
• 1812 erhielten die Juden die vollen Bürgerrechte.

Und so könnte ich fortfahren, dass aus diesem Denken die Sozialgesetzgebung von 1877 entwickelt wurde, wovon heute noch viele Staaten träumen und uns darum beneiden.
Auch war Preußen nicht kriegslüstern, wie fälschlich behauptet wird, sondern die Hohenzollern hielten es ihrem „Hausgesetz“ entsprechend eher mit ‚stecke das Schwert an seinen Ort (also sei gerüstet), denn wer das Schwert nimmt (wer angreift), wird durch das Schwert (des Verteidigers) umkommen. Als Beleg mag dienen: Von den von europäischen Großmächten geführten Kriegen zwischen
1701 und 1933 entfallen 28 % auf Frankreich, 23 % auf England, 21 % auf Russland nur 8 % auf Preußen/Deutschland. Man muss es ja mal sagen dürfen. Bezöge man die Krieg danach bis heute mit ein stünden Preußen und Deutschland geradezu als ... da.
Lohnt es noch zu zitieren, im „Schwarzen Korps“ (Zeitung der SS) in den 30er Jahren ein mal stand: Der gefährlichste innere Feind heißt Preußen!’?


Wie sagte Henning von Treskow seinen Söhnen anlässlich der Konfirmation in der Garnisonkirche 1943? „Vergesst niemals, dass auf preußischen Boden und in preußisch deutschen Gedanken aufgewachsen seid. Es birgt eine große Verpflichtung in sich, die Verpflichtung zur Wahrheit, zu inneren und äußeren Disziplin, zur Pflichterfüllung Aber man soll niemals von Preußen sprechen, ohne daran hinzuweisen, dass es sich nicht damit erschöpft. Es wird oft missverstanden. Vom wahren Preußentum ist der Beg der Freiheit niemals zu trennen. Wahres Preußentum heißt Synthese zwischen Bindung und Freiheit ... Ohne diese Verbindung läuft es Gefahr, zu seelenlosem Kommiss und engherziger Rechthaberei herabzusinken. Nur in der Synthese liegt die deutsche und europäische Aufgabe des Preußentums, liegt der europäische Traum.“


Wir versuchen heute, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen. Der Glaube an unseren Herrn Jesus Christus brachte diese „preußischen“ Gedanken hervor. Christus ist in Gott und Gott in ihm. Er ist kein Politiker, aber er wirkt ungemein politisch bei dem, der sich unter sein Gebot stellt. Wer Preußens Regenten unter Berufung auf diesen Herrn auf deutschem Boden das seinerzeit modernsten Staatswesen von groß Anziehungskraft schufen wenn dieses Denken in Grundrechten unseres Grundgesetzes in historischer Kontinuität fortentwickelt gültig ist, dann wird es Zeit, dass wir der Kraft unserer Geschichte besinnen. „Wir müssen uns selbst achten, wenn wir bestehen wollen“ (Jörg Schönbohm).


Also, bauen wir dem Herrn ein neues Haus. Sie alle sind gerufen. Für das bisher Erreichte bin ich tief in Ihrer Schuld. Dank über Dank für alle mithilfe, die nun schon 13 Jahre anhält. Erinnern wir uns:
Seit 1984 spendeten Sie für die Wiederherstellung des Glockenspieles im Rahmen besonderer Traditionspflege in unserer Bundeswehr. Am 17. Juni 1987, dem Tag der Deutschen Einheit, weihten wir das fertiggestellte Carrillon ein. Dabei wies General a.D. Ulrich de Maizière in Iserlohn vor angetretener Truppe der Traditionspflege die Bedeutung einer „Führungsaufgabe“ zu.

Die Stiftungsurkunde für das Glockenspiel (von Generalleutnant a.D. Gerhard Wessel verfasst) lautete:
„Dem Fallschirmjägerbataillon 271 wurde am Tag der Deutschen Einheit 1987 das wiederhergestellte Potsdamer Glockenspiel in die treuhänderische Obhut übergeben. Das Bataillon möge das Geläut in Ehren pflegen, bis unser Deutsches Vaterland nicht mehr gewaltsam geteilt ist. Als dann soll es die Glocken nach Potsdam stiften; dies ist ihr endgültiger Bestimmungsort.
Das Potsdamer Glockenspiel wurde damit zum Symbol für die Sehnsucht der Deutschen nach Wiederherstellung ihrer staatlichen Einheit in Freiheit. Mögen seine Melodien ‚Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren’ und ‚Üb’ immer Treu’ und Redlichkeit’ unser Volk begleiten auf dem Weg zu einem Deutschland der Einigkeit, des Rechtes und der Freiheit. So helfe uns Gott!“


In der Satzung unseres Vereins hatten wir damals u.a. bestimmt: „Der Verein verfolgt den Zweck, die ungelöste deutsche Frage (im Sinne der Präambel GG der Bundesrepublik Deutschland) im Bewußtsein der Öffentlichkeit zu halten. „


Wie war die sogenannte „öffentliche Meinung“ damals?


• Willy Brandt: „Nichts ging verloren, was nicht längst verloren ist.“ und „Die Wiedervereinigung, das ist die Lebenslüge der zweiten deutschen Republik.“ Seine Partei die
• SPD -gab mit der SED eine gemeinsamme Abrüstungsinitiative und ein gemeinsames Grundsatzpapier heraus. (Falls die Gedanken daraus politisch alle verwirklicht worden wären, gäbe es keine deutsche Einheit.)
• 6 SPD-Ministerpräsidenten stellten die Zahlungen an die Erfassungsstelle für „DDR“, Unrecht in Salzgitter ein, um deren Schließung zu erzwingen.
• Helmut Kohl 1986 vor dem Deutschen Bundestag: „Die DDR ist heute weltweit als Staat anerkannt.“ Im Jahr darauf empfing er Honecker mit militärischen Ehren in Bonn.
• Die Grünen forderten die Abschaffung der Präambel des GG (Wiedervereinigungsgebot). - Heiner Geisler belustigte sich über „die Wiedervereinigung in den Grenzen von 19xy. „Günter Grass: „Bei Wiedervereinigung wären die Deutschen bald wieder zum Fürchten. „
• Günter Gaus: „Die DDR wird genauso lange leben wie die Bundesrepublik. „ - Klaus B „Keine Bundesregierung kann darauf hoffen, daß es ihr gelingt, die Einheit des Landes in Frieden und Freiheit’ zu ihren Bedingungen durchzusetzen. „
• Gerhard Schröder 1989 über die Chancen der Wiedervereinigung: „Es gibt sie nicht“ - Erhard Eppler noch im September 1989: „Wenn wir die deutsche Einheit fordern, dann machen wir alle Hunde scheu.“ - Egon Bahr acht Tage vor dem Fall der Mauer: „Lasst uns um alles in der Welt aufhören, von der Einheit zu träumen oder zu schwätzen. „
• Lea Rosch (Fernsehmoderatorin) fand BaWs Worte klug und sagte, „Wiedervereinigung ist ein verantwortungsloser Quatsch“.

Das war „der Zeitgeist“ mit seinen irrenden Propheten, die Axel Springer als Brandenburger Tor’ diffamiert hatten. Aber Springer hatte ein mutiges unerschrockenes Herz und sein Haus leuchtete über die Mauer in die Unfreiheit. Sein Gottglaube war stark und auch sein Beten für die Einheit.
Das Beten derer, die die Einheit ersehnten, hat geholfen. Es war jedenfalls nicht die Weisheit der Politik. Nach 40 Jahren Weg (durch die „Wüste“?) fielen Mauer und Schussapparate, begann die Räumung der Minen im Grenzgebiet, öffneten sich die Stasi-Kerker.
Verantwortungsbewußtsein, Dankbarkeit, Demut, Dienen, Bescheidenheit, mehr sein als scheinen, Mut und Tapferkeit, sparsame Haushaltsführung - ja, wir können preußische Tugenden wieder gebrauchen. Wie sagte Bundeskanzler a.D. Helmut Schmidt: „Neben unseren Rechten endlich unsere Pflichten hochhalten. Eine der Pflichten wäre: Mit einem großartigen Ereignis wie der deutschen Einheit in Frieden und Freiheit nicht länger kleinmütig umgehen...


So passt wie bisher zu unserem Tun auch künftig:Gib, dass ich tu’ mit Fleiß, was mir zu tun gebühret; wozu mich Dein Befehl in meinem Stande gebühret.Gib, dass ich’s tue bald, zu der Zeit da ich’s soll, und wenn ich’s tu’, so gib, dass es gerate wohl!


Gott befohlen für heute; ich grüße Sie in preußischer Verbundenheit zur Weihnacht 1997 und wünsche Ihnen für 1998 alles nur erdenklich Gute.Ich bleibe Ihr ergebener und dankbarer


Max KlaarOberstleutnant a.D. / d.R.

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