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Die Rundbriefe der Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel
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Die Satzung der Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel
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Bitte helfen Sie uns, den Wiederaufbau zu verwirklichen
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Berichte aus der Presse Die wechselhafte Geschichte der Garnisonkirche in Potsdam Die Einweihung des Glockenspiels in Iserlohn Über den Turm der Garnisonkirche. Informationen über das Glockenspiel der Garnisonkirche DieTraditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel Melodien des Potsdamer Glockenspiels als MP3 Datei zum Downloaden


Die Traditionsgemeinschaft Potsdamer Glockenspiel e.V. - TPG - wurde 1984 in
ISERLOHN von Soldaten des Fallschirmjägerbataillons 271 mit dem Ziel gegründet

- das am 14. April 1945 durch britische Bomben zerstörte Potsdamer Glockenspiel
neu zu schaffen sowie

- geistig und finanziell zur "Wiederaufbaues der Potsdamer Garnisonkirche" und
anderer historischer Bauten Potsdams beizutragen.


Nach § 2 der Satzung verfolgte die "besonders gemeinnützige" TPG seitdem auch
den Zweck, die ungelöste Deutsche Frage (im Sinne der Präambel des GG) im
Bewußtsein der Öffentlichkeit zu halten. Dazu wurde das Potsdamer Glockenspiel
in drei Bauabschnitten (in seinem historischen Umfang von 40 Glocken) errichtet
und am 17. Juni 1987 in die Obhut der Bundeswehr (ISERLOHN) übergeben. Soldaten
und Bürger sollten so wie einst aufgefordert werden

- zum Gehorsam gegen Gottes Gebote und
- zu Treue und Redlichkeit im Umgang miteinander.

Der moralische Appell sollte darüberhinaus zur Entwicklung einer EUROPÄISCHEN
BÜRGERGESINNUNG beigetragen, die aufbaut auf Toleranz, Rechtsstaatlichkeit,
demokratischem Umgang miteinander und sozialen Ausgleich. Der Verein legte 1984
als Ziel fest, im Fall der Wiedervereinigung Deutschlands zum Wiederaufbau der
Garnisonkirche und anderer historischer Bauten in Potsdam geistig und finanziell
beizutragen.

Der Symbolgehalt der Garnisonkirche
war stets zeitlos und weist auch heute in die Zukunft.

Dazu gehören:

- die christliche Tradition, die Brandenburgs/Preußens Herrscher förderten ("So
ich nun baue Stadt und Land und mache nicht Christen, ist alles nichts
nütze.", Friedrich-Wilhelm I);
- der selbstlose Dienst für den Staat (und damit seine Bürger), den die
seinerzeit in der Garnisonkirche beerdigten Könige Friedrich-Wilhelm I
(Soldatenkönig) und Friedrich II (der Große) ihr Leben lang leisteten;
- die preußischen Tugenden, die sich seit dem Großen Kurfürsten in Brandenburg/
Preußen entwickelten und als staatstragend erwiesen (z.B. Pflichtbewußtsein,
Dienstbereitschaft, Disziplin, Bescheidenheit, Verantwortungsbereitschaft,
Anstand, Ehrenhaftigkeit, Treue, Redlichkeit) und
- die Säulen des Gemeinwesens: Toleranz - Rechtsstaatlichkeit - sozialer
Ausgleich (aus der Fürsorgeverpflichtung des Machthabers entwickelt) -
demokratischer Umgang miteinander (als Folge, wenn christliche Gesinnung das
Gesetz und die Rechtspflege bestimmen).

 

Entwicklung seit der Wiedervereinigung Deutschlands:

Am 14. April 1991 Übergabe des Glockenspieles an Potsdam. Die TPG wurde vom
damaligen Oberbürgermeisters der Stadt, Dr. Horst Gramlich, gebeten, zur
Erteilung der Baugenehmigung für den Wiederaufbau der Garnisonkirche 20 Mio DM
zusammenzutragen. Sie fungiert seitdem als Kirchenbauverein und ist damit eine
Bürgerinitiative besonderer Art.
Der aktuelle Spendenstand beträgt ca. 8,2 Mio DM. Das Grundstück (Wert ca 2,5
Mio DM) wird kostenlos zur Verfügung gestellt. Ein namhaftes Architekturbüro
übernahm die Grundlagenermittlung und den Vorentwurf als Spende, was wiederum
einen bedeutenden Betrag ersparte.

Grundlagen des weiteren Vorgehens:

1. Im Oktober 1990 verurteilte die Stadtverordnetenversammlung Potsdams die
Sprengung der Garnisonkirchen-Ruine durch das Ulbricht-Regime 1968 und wies dem
Wiederaufbau dieses Gotteshauses einen Platz in der Zukunft der Stadt zu. Mit
Freude und Dank wurde die Arbeit der Traditionsgemeinschaft Potsdamer
Glockenspiel zur Kenntnis genommen. Die TPG empfindet sich dadurch im Dienst für
Potsdam; sie tut nur, was von der Stadt gewollt und gebilligt wird. Ihr Handeln
beweist auch den Behauptungswillen freier Bürger gegen die kulturzerstörende
Gewalt jeglicher Diktatur.
2. Städtebaulich geht es in der Stadt um Wiederherstellung der gesamten
historischen Mitte Potsdams; die Garnisonkirche ist nur ein Teilaspekt davon.
Teile des Stadtkanals werden bereits ausgegraben und das Fortunaportal des
Stadtschlosses schon rekonstruiert.
3. Aus Sicht der TPG sollte die ev. Kirche die Gesamtverantwortung für die
künftige Arbeit in der Garnisonkirche übernehmen; dies wäre historisch und
sachlich geboten. Die ev. Kirche wird ihre Position im Herbst 2001 definiert
haben. Die röm.kath. Kirche ist zur Übernahme theologischer Teilverantwortung
bereit.

 

Absicht:

2001 wurde die gemeinnützigen Stiftung "Preußisches Kulturerbe" - SPK -
gegründet. Sie könnte die Garnisonkirche nach Wiederherstellung unterhalten,
wenn die Kirchen dazu nicht in der Lage sein sollten.
Die TPG kann sich zu jeder Zeit auflösen und ihr Vermögen in die Stiftung
übertragen.
Die TPG verfolgt keinerlei Eigeninteressen und vertritt nur den Spenderwillen,
nach dem der Turm im Äußeren originalgetreu wieder hergestellt sein soll und das
Innere als Ort der Verkündigung der Christenlehre dient.
Die neue Garnisonkirche hat auch die Chance ein Ort der christlichen Ökumene zu
werden. Amtshandlungen sollen beiden Konfessionen offenstehen.
Die SPK hat eine weitgefasste Zielsetzung - vergleiche dazu
www.preussisches-kulturerbe.de. Die SPK soll auch Verantwortungsträger in Staat und
Gesellschaft in Seminaren weiterbilden. Dabei soll die Frage im Vordergrund
stehen: "Wie müssen wir handeln, wenn wir uns für unser Tun vor Gott und den
Menschen verantwortlich wissen?"